Was dir niemand über Dropshipping erzählt


Wenn du gehört hast, dass man mit Dropshipping risikolos viel Geld nebenbei machen kann und dir das irgendwie zu einfach vorkommt, hast du vielleicht recht. Aber sehen wir uns das Ganze mal genauer an! Erfahre alles, was dir Dropshipping-Gurus nicht erzählen und du schon immer zum Streckengeschäft wissen wolltest 😊

Eine Sache, bevor wir ins Thema starten:

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Was ist Dropshipping?

Dropshipping (auch Streckengeschäft oder Streckenhandel genannt) wird oft als eine einfachste Form des E-Commerce bezeichnet, welche noch dazu eine vergleichsweise geringe Kapitalbindung erfordert.

Der Vorgang beim Dropshipping ist leicht erklärt:

Der Kunde bestellt in deinem Onlineshop einen Artikel. Statt das du diesen Artikel aus deinem eigenen Lager oder Warenhaus versendest, leitest du als Online-Händler die Bestellung  des Kunden an einen Großhändler weiter bzw. bestellst die Ware auf Plattformen wie Aliexpress und gibst als Versandadresse die Adresse des Endkunden an. 

Du gehört also nicht zu den Lieferanten, die sich um den Versand kümmern müssen. Die komplette Logistik fällt also weg, weil es der Anbieter übernimmt. Und es ist in der Regel auch einfacher skalierbar.

Die Vorteile liegen klar auf der Hand:

Waren müssen bei dir als Onlinehändler in keinem Großhandelslager vorrätig gehalten werden und das Ganze kann im Endeffekt ohne riesige Kapitalbindung aus dem Wohnzimmer heraus betrieben werden. Lagerkosten entstehen nicht. Die Verpackung und den anschließenden Versand übernimmt der Großhändler.

Als Gewinnspanne bleibt dir die Differenz zwischen Kaufs- und Verkaufspreis der Waren abzüglich aller Kosten.

Die Produkte bekommst du in der Regel nur bei Retouren zu Gesicht.

Soweit die simple Erklärung dieses Geschäftsmodells und deiner Rolle als Wiederverkäufer.

Mögliche Fallstricke für Onlinehändler, Nachteile des Modells und auch alles andere rund um dieses Thema sehen wir uns im Folgenden an!

Dropshipping-Recherche

A story about Bullshit

Ausschlaggebend für diesen Artikel war ein längerer Post in einer Amazon FBA Gruppe auf Facebook. Hier die Highlights daraus:

“FBA ist Out, Shopify ist In! Viele generieren mit Shopify bereits Millionenumsätze! Kommentiert mit “Info” und ich schicke euch eine PN.”

Dieser Post hat unendlich viele Kommentare bekommen.

Natürlich stand in dem Post nicht wirklich, worum es ging. “Shopify” ist also das Wundermittel, mit dem man heutzutage Millionen macht.

Wusste nicht, dass ein Shop-System alleine ein Businessmodell ist, aber man lernt nie aus!

Worum ging es dabei?

Natürlich war das nur eine Strategie, um den Leuten dann per PN einen Affiliate-Link von Shopify zukommen zu lassen und an der Provision zu verdienen. Ich habe nichts gegen Affiliate-Marketing und nutze es selbst auch, um kostenlos bereitgestellte Inhalte zu finanzieren.

Was ich aber nicht OK finde ist, wenn Anfänger im Bereich Drop-Shipping auf diese Weise ausgenutzt werden.

Das Gleiche hatten wir ja auch schon mit der Welle an “hilfsbereiten” Menschen auf Facebook, die einen Anschreiben mit:

“Und, wie läuft dein Business? Arbeitest du auch schon mit ClickFunnels?”.

Da ging es natürlich auch um nichts anderes, als an der Provision für eure Anmeldung über deren Affiliate-Link zu verdienen.

Dropshipping Gurus

Dropshipping-Gurus

Ich persönlich habe den Begriff “Dropshipping” in den vergangenen Jahren immer wieder mal aufgeschnappt, mich aber nie großartig darum gekümmert.

Etwas tiefer bin ich dann das Geschäft erstmals Anfang 2017 in das Thema gegangen.

Mittlerweile beschäftige ich mich in einem kleinen Team in Vollzeit mit E-Commerce und auch Dropshipping.

Das Dropshipping-Business hat ja auch etwas Faszinierendes. Da geht man auf AliExpress, kauft Shopify, installiert Oberlo und schaltet Ads auf Facebook.

Fertig.

Verkaufen ohne ein Lager zu haben.

Um die Logistik und das Großhandelslager kümmert sich wer anderes und um den Versand ebenso. Deine einzige Aufgabe ist es, die Waren einzupflegen und ein Auge auf der Skalierbarkeit zu haben.

So zumindest wird das Geschäftsmodell immer dargestellt und erzählt.

Es ist allerdings nicht so wichtig, was einem in den ganzen Youtube-Videos erzählt wird, sondern eher, was einem NICHT über den Dropshipping-Online-Handel erzählt wird. Und genau darum soll es heute gehen.

Eins vorweg: Es geht nicht darum, irgendeinem “Internet-Marketer” verbal eins auf Maul zu geben. Viele wissen selbst nicht, was die da eigentlich tun.

Deshalb werde ich auch keine Namen nennen. Und wenn du selbst Internet-Marketer bist und ehrlich mit deinen Kunden umgehst, bist du hier auch nicht angesprochen!

Was ihr aber nie vergessen dürft: Es ist in den meisten Fällen mit dem Verkauf eines Kurses, Seminars oder Coachings verbunden.

Entweder direkt oder indirekt.

Das heißt natürlich, man wird euch nicht erzählen, dass es da eine Reihe an rechtlichen Hürden gibt, die euch tausende von Euro kosten können und dass es eben nicht damit getan ist, Shopify zu kaufen und fertig.

Und ja, viele glauben das tatsächlich!

Was man zu diesem Artikel erwähnen muss ist, dass ich nur das überall promotete “Aliexpress-Dropshipping” behandle. Drop-shipping an sich ist nichts Neues oder Außergewöhnliches und existiert mehr oder weniger schon ewig. Viele Unternehmen im Online-Handel nutzen es, um sich die Logistik zu ersparen.

Dropshipping & Recht

Rechtliches zu Dropshipping

Hier starten wir gleich mit allen Themen, die euch die meisten “Dropshipping-Gurus” über das Geschäft nie erzählen und gerne auslassen.

Ich greife hier nur die allergrößten Themen auf. Natürlich gibt es noch etliche andere Vorschriften und Gesetze im Business. Die nachfolgenden sind aber die meistdiskutiertesten, über die am wenigsten Klarheit herrscht.

DISCLAIMER: Ich bin weder Anwalt noch Steuerberater. Alle Dinge, die ihr hier lesen werdet, kommen aus meiner eigenen Erfahrung und Recherche. Das bedeutet aber auch: Sollte etwas falsch sein und ihr handelt danach, könnt ihr nicht sagen “Aber Martin hat das so gesagt…”. Nein. Wenn ihr euch 100% sicher sein wollt, engagiert bitte einen Steuerberater und einen Anwalt.

Von welchen Produkten aus China sollte ich die Finger lassen?

In China gelten andere Gesetze und Vorschriften, was die Produktsicherheit betrifft. Das heißt, es werden bei der Produktion teilweise Zusatzstoffe verwendet, die hier aus gesundheitlichen Gründen verboten sind.

Auch werden die Produkte oft nicht ausreichend auf Sicherheit getestet. Die Großhändler dort interessiert das Thema oft auch nicht.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen in China erlauben Herstellern und Lieferanten einfach mehr Spielraum, was Zusatzstoffe und Sicherheitsvorkehrungen betrifft.

Das alles heißt natürlich nicht, dass jedes einzelne der unten genannten Produkte auf jeden Fall gesundheitsgefährdend oder gefährlich ist und man es auf keinen Fall verkaufen darf.

Ich persönlich gehe diese Risiken in unserem Unternehmen aber nicht ein.

Welche (ungeprüften) Produkte ihr aus China meiden solltet:

  • Flüssigkeiten
  • Cremen, Salben, Kosmetik
  • Explosives
  • Alles mit Akku
  • Alles Elektronische
  • Spielzeug (Ja, auch Kuscheltiere! Erklärung weiter unten)
  • Alles, was für Babies und Kinder ist
  • Kleidung (Hautkontakt)
  • Schmuck (Event. giftige Schwermetallanteile)
  • Lizenzprodukte (Alles was nach Game of Thrones, Star Wars, Disney, Gucci etc. aussieht und ein Plagiat ist)

Wenn eine Ware also in eine dieser Kategorien fällt, sehe ich vom Versand ab.

Welche Produkte benötigen eine CE-Kennzeichnung?

Das CE-Kennzeichen wurde geschaffen, damit der Verbraucher sich bei gewissen Produkten keine Sorgen machen braucht (Gesundheit, Sicherheit, Verträglichkeit, …).

Waren in den Lagern von euren Partnern aus China haben in der Regel natürlich kein CE-Kennzeichen bzw. wenn sie eines haben, ist es gefälscht.

Nicht alle Produkte benötigen ein CE-Kennzeichen, aber einige. Die wichtigsten sind:

  • Schutzausrüstungen
  • Spielzeuge
  • Elektronisches
  • Medizinische Geräte
  • Explosives

Zu Spielzeugen: Damit sind Spielzeuge für Kinder gemeint. Manche Anwälte sehen auch Katzen- und Hundespielzeug kritisch, da Kinder es verwechseln könnten. Das ist aber Auslegungssache.

Zu Elektronischem: USB-Kabel zum Beispiel und Produkte mit niedriger Spannung sollten nicht darunter fallen. Allerdings gibt es dazu keine 100% gesicherte Angabe.

Produkthaftung – Wer haftet, wenn dem Kunden durch ein fehlerhaftes Produkt etwas passiert?

Einfache und schwierige Grundregel zugleich: Es haftet der Hersteller.

Aber aufgepasst! Ohne Risiko kommen bei dem Geschäft wir nicht davon.

Ihr werdet jetzt vermutlich denken “Alles in Butter, Hersteller ist ja irgendjemand in Asien”.

Ganz so einfach ist es leider nicht, denn “Hersteller” ist nicht automatisch der Produzent und die Rolle kann sich je nach Handelsbeziehung ändern.

Und ja, jetzt kommen Bad News: “Hersteller” seid beim Aliexpress-Dropshipping ihr, da China ein nicht-EU Land ist.

Somit seid ihr in der Haftung, wenn durch das importierte Produkt eurem Kunden etwas passiert (zum Beispiel wenn das Produkt einen Fehler hatte oder Schadstoffe enthält). In dem Punkt gibt es Vorteile, wenn ihr einen Großhändler in Deutschland oder der EU habt.

Wenn der Kunde sich mit einem Messer schneidet, ist das natürlich nicht eure Schuld! 😉)

Wenn ihr als Unternehmen keine GmbH habt, seid ihr auch persönlich in der Haftung. Das heißt, ihr haftet mit eurem Privatvermögen und wenn da nichts zu holen ist, dann mit eurem Fernseher etc. Streng genommen schützt aber auch eine GmbH nicht vor grober Fahrlässigkeit.

PS: Das Thema Verpackung und Verpackungsgesetz trage ich noch nach!

Dropshipping: Einfuhrumsatzsteuer und Zollgebühren

Da die Ware aus Lagern im Ausland kommt, ist dieses Thema wichtig.

Eines vorweg: Einfuhrumsatzsteuer und Zollgebühren werden, wenn es um das Thema “Zoll” geht, immer gerne verwechselt. 

Bis zu welcher Summe fällt keine Einfuhrumsatzsteuer an?

Österreich
€ 22,00
Deutschland
Bis € 26,30 (offiziell auch nur € 22,00, allerdings gibt es ein kalkulatorisches Schlupfloch, somit sind es effektiv € 26,30)
USA
$ USD 800

Es zählt übrigens dein Einkaufspreis bei deinen Partnern in China welchen diesen meist auch auf die Verpackung drucken, nicht der Verkaufspreis beim Lieferanten.

Zollgebühren sind ein separates Thema und fallen in Deutschland und Österreich erst ab 150,00 € Warenwert an.

Muss ich ein Gewerbe anmelden?

Ja, ihr müsst ein Gewerbe anmelden sobald „Gewinnabsicht“ besteht. Das gilt für jedes Business und Unternehmen.

Die Gewerbeanmeldung an sich ist kein Drama, allerdings entstehen dadurch laufende monatliche Kosten wie zum Beispiel Beiträge zu Pflichtversicherungen.

Muss mein Shop ein Impressum enthalten?

Grundsätzlich gelten immer die Gesetze des Landes, in dem ihr sitzt. Das heißt für Kunden in Deutschland und Österreich: Ja, ihr braucht ein vollständiges Impressum.

Wenn ihr nur die USA targetiert, bräuchtet ihr eigentlich keines. So zumindest das US-Recht.

Allerdings wird das TMG in Deutschland von den meisten Anwälten so ausgelegt, dass du, wenn du in Deutschland zu Hause bist, ebenso ein Impressum benötigst. Auch, wenn deine Zielgruppe zum Beispiel in den USA sitzt.

Somit gilt: Egal welches Land du targetierst, mit einem Impressum bist du rechtlich auf der sicheren Seite.

Man muss aber auch sagen, dass sich vermutlich niemand für ein fehlendes Impressum interessieren wird, wenn sich der Onlineshop nur an Kunden aus den USA richtet.

Diese Risiken muss also jedes Unternehmen für sich entscheiden.

Generelles zu Abmahnungen

In Deutschland gibt es – leider – eine ausgeprägte “Abmahnkultur”.

Es gibt viele Anwälte und Kanzleien die sich darauf spezialisiert haben, irgendwelche Fehler auf Webseiten und Online-Shops zu finden, nur um euch eine Abmahnung in Höhe von einigen hundert bis einigen tausend Euro zu schicken.

Es kann leider fast ALLES abgemahnt werden. Wenn ein Anwalt bei einem Unternehmen etwas finden will, findet er es auch.

Da reicht es schon, wenn ein wichtiges Wort in den AGB vergessen wurde. Aus diesem Grund legen sich Unternehmen oft ein eigenes Budget für Abmahnungen zur Seite.

In Österreich zum Beispiel ist es bisschen anders und es darf nicht kreuz und quer von jeder Kanzlei abgemahnt werden. Da ist es also um einiges ruhiger was dieses Thema betrifft.

Steuern bei Dropshipping

Dropshipping und Steuern

DISCLAIMER: Wie schon oben einmal angemerkt, bin ich kein Steuerberater und der Artikel stellt keine Steuerberatung dar!

Dropshipping aus einem nicht-EU Land wie zum Beispiel China ist steuerlich eine der kompliziertesten Angelegenheiten, die es im Steuerrecht überhaupt gibt. Das geht soweit, dass sich sogar viele Steuerberater mit diesem Thema kaum auskennen.

In Kurzfassung, wenn ihr in der EU zu Hause seid:

Beim Aliexpress-Dropshipping müsst ihr Umsatzsteuer in dem Land zahlen, in welches ihr eure Produkte versendet.

Das liegt an der komplizierten Konstellation, dass die Ware aus einem nicht-EU Land (China) direkt zum Kunden in einem EU-Land versendet wird und ihr selbst auch in der EU sitzt.

Anders wäre es zum Beispiel, wenn ihr die Ware vom Händler aus China zu euch schicken lässt und dann erst zum Kunden. Das wäre dann aber auch kein Dropshipping mehr 😉

Zwei Beispiele:

  • Ihr wohnt in Deutschland und schickt Ware von China an Kunden in Spanien. In diesem Fall müsst ihr in Spanien eine Steuernummer beantragen und dort die Umsatzsteuer zahlen.
  • Ihr wohnt in Österreich und schickt Ware von China an Kunden in Deutschland. In diesem Fall müsst ihr in Deutschland eine Steuernummer beantragen und dort die 19% Ust. zahlen.

Dropshipping in die USA: Das sollte steuerlich keine Probleme bereiten und tatsächlich einfacher zu handhaben sein, als zum Beispiel von China in die EU.

Im Klartext: Die Steuer kann ganz normal in dem Land abgeführt werden, in dem ihr zu Hause seid (Zum Beispiel Österreich oder Deutschland) und ihr müsst keine Steuern in den USA abführen.

Bitte beachtet, dass dies für die Konstellation von Aliexpress (China) in die USA , wobei ihr in der EU sitzt, gilt.

Wenn euer Großhändler als Lieferant direkt auch in den USA seinen Sitz hat und von dort versendet, kann die Sache schon wieder ganz anders aussehen.

Und wie bei allem gilt: Um sicherzugehen, alles richtigzumachen, wendet euch am besten an einen Steuer-Experten.

Shopify, ClickFunnels & WooCommerce

Brauche ich Shopify & Clickfunnels?

Zuerst einmal ist es wichtig zu definieren, was Shopify und Clickfunnels überhaupt ist.

Was es auf jeden Fall nicht ist: Ein Businessmodell oder etwas, dass euch automatisch Geld einbringt.

Shopify ist ein Shop-System, in welches ihr eure Produkte hochladen könnt.

Mit CF dagegen könnt ihr Sales Funnel bauen.

Nur allzu oft werden diese beiden Systeme so präsentiert, dass ihr zuerst Shopify oder eine andere Plattform benötigt, um als Händler durchzustarten.

Das ist natürlich Unsinn. Diese Leute möchten nichts anderes, als dass ihr auf deren Affiliate-Link klickt.

Was ihr zuerst braucht, ist ein gutes Konzept. Produkte, die man verkaufen kann. Ideen und Kreativität. Marketing & Sales-Wissen. Einen verlässlichen Großhändler, über den die Warenversorgung gewährleistet ist.

Das klingt aber schon weniger fancy als “Mit XYZ kannst du Millionen verdienen”, oder?

Ich persönlich bin der Meinung, dass es nicht Shopify und/oder ClickFunnels sein muss, obwohl sie jedoch Einiges erleichtern. Beide Systeme haben also ihre Berechtigung am Markt, weil sie leicht zu bedienen sind und anfängerfreundlich.

Der Nachteil ist, dass ihr mit diesem System nicht besonders flexibel seid, beide eine monatliche Gebühr verlangen und prozentual am Anteil an jedem verkauften Produkt mitschneiden.

Alles, was Shopify und Co. kann und darüber hinaus, kann man auch mit WordPress + WooCommerce umsetzen. Hier habt ihr eine etwas längere Einarbeitungszeit, dafür kommt ihr günstiger dabei weg, eurer Shop sieht individuell aus und ihr müsst nichts von eurem Umsatz abgeben!

Diese Lösung empfiehlt sich allerdings nur für Leute, die damit bereits Shops aufgebaut haben und in der Materie sind.

Speziell zu ClickFunnels: Ich bin ein großer Fan vom Gründer Russel Brunson und das Marketing von ihm ist auch wirklich gut! Allerdings muss man auch sagen: CF ist von den Funktionen her nichts Besonderes. Damit könnt ihr euch im Endeffekt nur Webseiten zusammenklicken, auf denen ihr euer Produkt präsentiert. Das ist nichts Außergewöhnliches und lässt sich sehr viel günstiger mit WordPress umsetzen.

Fazit: Wenn ihr nicht WordPress lernen möchtet oder noch sehr frisch in dem ganzen Thema “Online Shop” seid, nehmt Shopify als euer Shop-System bzw. ClickFunnels für Funnels.

Tatsächlich setzen aber auch viele Profis aus diversen Gründen auf eine 100%ige Shopify-Lösung.

Wer sich mit WordPress und Woocommerce auskennt, kann sich damit allerdings Geld sparen. Seid euch aber dabei bewusst, dass ihr einige Zeit brauchen werdet, in das ganze reinzufinden.

Wo finde ich Dropshipping-Großhändler?

Bei Lieferanten auf Aliexpress ist die Sache klar: da ist in erster Linie Ausdauer und Verhandlungsgeschick gefragt. Im Grunde sind aber alle potenziellen Händler an einem Ort versammelt. Alternativ dazu könnt ihr euch auch auf Alibaba umsehen.

Nun möchte aber nicht jeder seine Waren aus China dropshippen. In diesem Fall muss auf Großhändler aus der EU zurückgegriffen werden.

Der bekannteste Lieferant, auf den Dropshipper aus Deutschland und Österreich gerne zurückgreifen, ist Bigbuy.

Wenn ihr meine persönliche Meinung dazu hören wollt: Ich halte es mit den Margen mit Produkten von BigBuy für kaum möglich, das Streckengeschäft profitabel zu betreiben.

Es mag funktionieren, wenn man bereits eine etablierte Marke hat, aber von null auf, mit Ads schalten etc… schwierig.

Der Vorteil ist allerdings, dass alle Waren bereits in der EU sind und es rechtlich weit weniger problematisch als über Aliexpress ist.

Auch wenn die Auswahl bei BigBuy recht groß ist, so ist natürlich nicht alles vorhanden. In diesem Fall gibt es zwei Möglichkeiten:

  • WLW.de (Wer Liefert Was)
  • Google (Empfehlung!)

Mit Google habe ich gute Erfahrungen gemacht! Dazu sucht ihr nach eurer Nische + „Dropshipping“. Tipp: Schaut nicht nur auf Seite 1. Viele gute Supplier verbergen sich erst mehrere Seiten weiter.

Über eBay bzw. Amazon dropshippen? 

Vor wenigen Jahren hat man es noch oft gesehen: Dropshipper haben einen Händler-Account auf Ebay aufgemacht und sobald ein Kunde bestellt hat, wurde die Ware auf Amazon geordert und als Versandadresse die des Kunden angegeben. Klassischer Wiederverkauf.

Der Versand ist also über ein Unternehmen gelaufen, welches davon gar nichts wusste. Der Aufwand in der Logistik konnte so für den Online-Händler erheblich eingespart werden (bis auf Rücksendungen).

Klingt für manche nach einer guten Idee, ist aber in der Praxis mit einem ähnlichen Problem wie schon weiter oben erwähnt konfrontiert: Die Margen sind einfach zu gering, um das Ganze in großem Stil machen zu können. Ich kenne niemanden, der im Online-Handel wirklich Geld macht mit dieser Methode.

Soll ich nun mit Dropshipping starten oder nicht?

Du wirst dir jetzt sicher die Frage stellen, ob du mit Aliexpress-Dropshipping in den Online-Handel starten sollst oder nicht und auf diese Frage gibt es nur eine Antwort: Das musst du entscheiden.

Dir sollte nur die Verantwortung bewusst sein, die du als Onlinehändler damit eingehst. Auch wenn du streng genommen nicht zu den Lieferanten gehörst, ist es mit ähnlichen Verantwortungen und Haftungen belegt.

Das Ganze ist ein richtiges Business und sollte auch so gesehen werden – mit allen rechtlichen Verpflichtungen, die es im Online-Handel so gibt.

Ich persönlich finde, dass man Dinge ausprobieren soll, wenn diese einen interessieren und Dropshipping bietet eine gute Möglichkeit, E-Commerce kennenzulernen.

Tipp: Kümmere dich von Anfang an um Automatisierung, um zum Beispiel Dinge wie den Warenbestand abzufragen etc.

Lass dir nur nichts von “Gurus” einreden, die mehr daran verdienen, dir ihre Kurse zu verkaufen als mit Dropshipping und ihren Onlineshops selbst.

Ich bin schon eine ganze Weile in diesen Bereichen unterwegs und glaube nicht nur, sondern weiß, dass viel zu viele Faker herumlaufen…

Eine kleine (große) Motivation...

Ein Bekannter von mir hat Anfang dieses Jahres einen Onlineshop gestartet und innerhalb sechs Monate über 700.000 € Umsatz gemacht mit einem Gewinn vor Steuern von 40 %. Ich kann euch natürlich nicht das Produkt verraten, allerdings ein paar Punkte dazu:

  • Es war und ist ein verdammt gutes Produkt, von dem es viele verschiedene Variationen gibt. (Es ist ein so gutes Produkt, dass ich fast neidisch geworden bin, dass ich da nicht selbst drauf gekommen bin)
  • Das Produkt ist einerseits ein Dauerbrenner, auf welches man als Mann nicht gleich kommen würde, hat aber andererseits auch glücklicherweise gerade einen kleinen Hype, was dem Ganzen zugutegekommen ist.
  • Hauptzielgruppe: Frauen zwischen 35 – 50 Jahren.
  • Der Shop an sich sieht nicht außergewöhnlich aus und hat keine speziellen Merkmale, hat aber alle Basics gut umgesetzt.
  • Traffic kommt ausschließlich über Facebook.
  • Wenige Retouren oder sonstige Risiken im Zusammenhang mit der Ware zu erwarten.

So viel zu den Leuten, die meinen, dass Dropshipping nicht mehr funktioniert!

Noch ein genereller Hinweis dazu: Die oben genannte Zahl werden viele nicht für möglich halten und ich verstehe das sogar! Ich hätte es früher auch für eine Fantasiezahl gehalten.

Inzwischen kenne ich Leute, die machen in dem Bereich (ja, auch heute noch!) Millionen. Diese Online-Händler fliegen allerdings unter dem Radar und geben auch meistens KEINE Interviews auf YouTube 😉

Richtig angestellt ist also im Dropshipping Einiges drin und eventuelle Nachteile lassen sich durch geplantes Vorgehen minimieren.

Geld für Dropshipping

Wie viel Geld brauche ich für Dropshipping?

Diese Frage hat sich zu Anfang wohl jeder einmal gestellt, der sich hier etwas aufbauen wollte. Allzu oft werden von Gurus dann Beträge genannt, die sich zwar als angehender Onlinehändler nett anhören, jedoch wenig mit der Realität zu tun haben.

Auch wenn wir keine Lagerkosten haben, müsst ihr eines bedenken: Traffic muss eingekauft werden und ist einer der größten Kostenfaktoren.

Im Klartext: Facebook Ads und Instagram Ads.

Hier ein paar Kostenpunkte, die auf euch zukommen können:

  • Traffic: Social Media Ads, Influencer
  • Shopsystem (zum Beispiel Shopify) bzw. Hosting
  • AGB und sonstige Rechtstexte
  • Steuerberatung
  • Rechtsberatung
  • Grafiken
  • Werbetexte

Manches davon werdet ihr vielleicht kostenlos bekommen oder sogar selbst erledigen können.

Um die ersten zwei Punkte aber zumindest werdet ihr nicht herumkommen können. Hier macht den größten Teil, wie bereits erwähnt, der Traffic aus.

Ihr werdet in den meisten Fällen viel testen müssen, welche Ads funktionieren und welche nicht, wer eigentlich eure Käufer sind etc. Da kann zu Anfang viel Geld verbrannt werden.

Jeder, der sich mal für den Online-Handel interessiert hat, kennt die "€ 5,- Euro pro Tag-Strategie". Das mag mal geklappt haben. Heute nicht aber definitiv nicht mehr.

Jetzt möchte natürlich jeder möglichst konkrete Zahlen genannt haben, was ich auch verstehe. Das gibt irgendwie eine gewisse Sicherheit, oder?

Das Ding ist nur: Egal welche Zahl man nennt, sie kann für den Einzelfall genauso falsch wie auch richtig sein.

Da die Kosten beim Dropshipping von sehr vielen Komponenten abhängig sind und für jeden unterschiedlich ausfallen, gibt es hier kaum einen allgemein gültigen Betrag, den man zum Start haben sollte.

Ich stelle jetzt trotzdem mal eine Zahl in Raum, die ich für den typischen semiprofessionellen Dropshipping-Store als mehr oder weniger realistisch erachte: 3.000 € (nach oben hin übrigens nahezu grenzenlos 💵).

Wenn wir davon ausgehen, dass ihr den Shop selbst auf die Beine stellt und euch beim rechtlichen Teil etwas geholfen wird, ist das ein Betrag, mit dem man etwas anfangen kann.

Wem das zu viel Geld ist, soll sich übrigens nicht gleich davon entmutigen lassen. Es gibt sicher genügend Beispiele, die mit weniger Geld im Online-Handel angefangen haben und vor allem am Anfang wird es vielen auch darum gehen, erstmal zu lernen.

Solange ihr keine Märchen glaubt, wo euch in Aussicht gestellt wird, dass ihr mit 150 € im Haifischbecken als kleiner Zwischenhändler überleben werdet, ist alles gut!

Wie fange ich mit Dropshipping an?


Um mit Dropshipping zu starten, braucht es im Endeffekt nur eine Internetverbindung, gute Ideen, etwas Startkapital und Zeit.

Hier ist, wie man vorgeht:

  1. Finde ein oder mehrere Produkte, welche 1. Gut zu vermarkten sind, 2. An denen nicht viel kaputtgehen kann, 3. Leicht sind (Gewicht) und 4. Einen hohen „perceived value“, also hohen empfundenen Wert haben. Gerade letzteres ist ein sehr wichtiger Faktor für Erfolg bei eurer Zielgruppe. Der zweite Vorteil ist, dass ihr eine sehr viel höhere Marge ansetzen könnt. Wenn ihr Dropshipping über Plattformen wie Aliexpress macht: nehmt nur Produkte mit ePaket-Versand. Gibt es kein ePaket, schreib den Händler an, ob er das für euch einrichten kann. Sollte es nicht gehen, sucht einen anderen Händler. Alternativ sucht nach ANbietern in anderen Quellen. Es kann auch beim Sinn machen, eine individuelle Verpackung entwerfen zu lassen.
  2. Überlegt euch einen Namen für den Shop (checkt aber vorher beim DPMA Register, ob dieser schon vergeben ist, um keine Probleme zu bekommen), reserviert euch eine Domain, welche ihr anschließend mit Shopify verbinden könnt. Ja, es geht auch kostenlos, wenn ihr eine Subdomain von Shopify nutzt (z.B. „deinshopname.myshopify.com“). Bitte lasst das, das wirkt unprofessionell. Nehmt ein „richtige“ Domain.
  3. Pflegt die Produkte in Produktkategorien ein und achtet auf möglichst einheitliches Design. Vergesst nicht auf die Produktbeschreibungen. Kümmert euch um die Zahlungsarten (SEPA, Kreditkarte, PayPal, Klarna). Dropshipping-Profis bestellen sich die Produkte übrigens vorher nach Hause und machen eigene Fotos! Und die wirklich Professionellen lassen alles sogar im Labor prüfen und eine Plagiatsprüfung durchführen.
  4. Kümmert euch um die Unterseiten, welche verpflichtend in einem Shop vorhanden sein müssen (Widerrufsbelehrung, Datenschutz etc.). Ihr findet viele Infos dazu auf trustedshops.de. Alternativ seht euch einen anderen Shop aus eurer Nische an, welche Unterseiten im Footer verlinkt sind.
  5. Jetzt geht’s an das Testen von Facebook & Instagram-Ads & hoffentlich eure ersten Umsätze! Per Direktversand geht aus dem Lager nun an den Endkunden!

Aber… ist das WIRKLICH alles?

Die ehrliche Antwort darauf ist: Jein.

Der Leitfaden ist nämlich stark vereinfacht.

Ihr werdet schnell merken, dass die einzelnen Punkte, vor allem zu Beginn, unglaublich viel Zeit in Anspruch nehmen.

Dinge werden nicht gleich klappen, wie ihr es euch vorgestellt habt und vielleicht wollt ihr an vielen Stellen auch das Handtuch werden. Gerade auch das Thema Ads ist eine eigene Wissenschaft.

Und neben all den Kosten soll ja auch noch eine schöne Gewinnspanne überbleiben.

Aber vor diesen Herausforderungen steht man überall im Online-Handel, nicht nur bei Dropshipping.

Dafür gibt es aber kein Großhandelslager und es ist skalierbarer, da ihr die Warenversorgung oft über mehrere Kanäle gewährleisten könnt.

Weitere Fragen & Antworten zu Dropshipping

In dieser Sektion werde ich häufige Fragen und Antworten zu Dropshipping sammeln und beantworten.

Wo finde ich gute Communities, um Dropshipping zu lernen?

Wer an einem bestimmten Thema (in diesem Fall Dropshipping) WIRKLICH interessiert ist, wird nach einer bestimmten Zeit merken, dass es geschlossene Kreise gibt, wo es den „richtigen“ Stuff gibt.

Ok, ich gebe zu. Das war jetzt nicht sehr hilfreich. Aber das Ding ist halt: als Dropshipping-Anfänger gibt es kaum eine Chance, da reinzukommen. Und diese Gruppen sind aus gutem Grund nicht einfach zu finden.

Mein Tipp? Sammelt erstmal eigene Erfahrungen. Scheitert und gewinnt. Seid aufmerksam und vernetzt euch. Wenn ihr auf ein bestimmtes Level gekommen seid, werdet ihr die richtigen Leute kennenlernen (Online & Offline), die euch eine komplett neue Welt zeigen.

Wie hilft mir Oberlo?

Oberlo hilft dir einerseits beim Fulfillment, andererseits aber auch bei der Suche von Produkten. Du kannst Oberlo mit Shopify verbinden als auch als Chrome-Erweiterung nutzen.

Wenn der Endkunde etwas bestellt, wird die Bestellung an den Großhändler weitergeleitet, welcher den Warenbestand prüft und den Artikel per Direktversand an den Besteller schickt.

Oberlo erleichtert dir die Arbeit also in vielen Bereichen und bietet obendrein noch Berichte über dein Streckengeschäft, in denen du Umsatz und Kosten aufgeschlüsselt bekommst.

Wenn du in deinem Onlineshop nichts verkaufst...

… dann kauf dir meinen Kurs und werde reich! Nein, kleiner Spaß 😛

Ich will dir aber trotzdem ein paar Tipps geben.

Der häufigste Grund liegt darin, dass meistens absolute Grundlagen im Verkauf und Marketing fehlen. Einfach die Artikel in Produktkategorien einpflegen und die Bestellungen an den Anbieter weiterleiten, reicht nicht.

Das ist etwas, was ich bei den typischen Dropshipping-Shops schon so oft gesehen habe.

In vielen Onlineshops wird in Wirklichkeit nicht »verkauft«, sondern es liegt nur Ware herum. Viele Anzeigen verleiten nicht zum Kauf, sondern sind einfach leblose Textfetzen.

Für Erfolg beim Verkauf, müsst ihr auch wirklich verkaufen lernen!

Und das sind im Endeffekt Skills, die euch überall im Leben weiterbringen. Und ich weiß, das hört sich irgendwie schwieriger und langweiliger an als ein E-Book mit dem Namen “Werde Dropshipping-Millionär in 30 Tagen ohne Risiko”.

Langfristig seid ihr eurer Konkurrenz aber extrem weit voraus, wenn ihr euch richtiges Wissen in diesen Gebieten aneignet und umsetzt!

Aus den vielen Büchern, die ich zu diesen Themen gelesen hab, kann ich euch die Folgenden empfehlen, wenn ihr in diesen Bereichen noch am Anfang seid.

Einfach auf das Bild oder den Link klicken, dann kommt ihr direkt zu Amazon 🙂

Davor eine kurze Sache, weil das Viele interessiert hat:

Geschäftskonto-Empfehlung
Weil ich öfter gefragt wurde, welches Geschäftskonto ich nutze: HOLVI. Ich habe glaube ich so gut wie bei jeder Bank im deutschsprachigen Raum ein Konto. Holvi war der einzige Anbieter, der 1. wirklich kostenlos ist und mir 2. die wenigsten Probleme gemacht hat.


Inkl. gratis Mastercard (Debitkarte)
Kostenloses Konto
Lief von allen meinen Konten bisher am besten

Buch-Update 2021:

Ich möchte euch ein Buch ans Herz legen, welches ich als echten Geheimtipp bezeichnen würde.

Es handelt sich um ein auf 300 Seiten mehr oder weniger vollständiges Werk, worauf es im E-Commerce Bereich ankommt, um erfolgreich zu sein – von A-Z.

Und das Beste daran: Es ist wirklich praxisbezogen und ohne viel Geschwurbel, wie man es sonst oft gewohnt ist.

Wenn ich also für das E-Commerce-Thema nur ein einziges Buch empfehlen müsste, wäre es dieses:

 

Mit dem Buch von Tanner Larsson bekommt man im Grunde bereits alles an die Hand und es ist eines der wenigen Bücher, die auch von Profis empfohlen werden! Wer noch eine Spur tiefer gehen will, empfehle ich die folgenden Bücher, die vorrangig das Thema Marketing und Psychologie abdecken:


Für absolute Grundlagen, was im Marketing funktioniert, vom legendären Marketing-Genie Claude Hopkins. Perfekt für Anfänger!

Das erste Buch von Russel Brunson gibt einen ersten und sehr (!) guten Einblick ins Online Marketing.

Das wohl beste Buch um zu lernen, wie man Verkaufstexte schreibt und gestaltet.

Was ist deine Meinung und Erfahrung zu Dropshipping?

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Weiterführende Links

https://www.shopify.de/blog/geld-verdienen-mit-dropshipping
https://www.bigbuy.eu/de/
https://www.wlw.de/

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193 Reaktionen zu "Was dir niemand über Dropshipping erzählt"
  1. Hi, super Artikel 🙂
    Eine Frage hätte ich, weil ich sogar auf der Shopify Seite selbst unterschiedliche Angaben dazu gefunden habe....
    Verpackungslizenz... bin ich mit Sitz in DE Importeur - obwohl ich Dropshippe und niemals (außer Samples und Retouren) Ware selbst verpacke oder in der Hand habe... also verpflichtet Lizenzgebühren zu zahlen, oder ist das der asiatische Herschsteller ^^

  2. Hallo, wirklich sehr aufschlussreich deine Seite, klasse. Ich habe eine Frage zu "Dropshipping in die USA". Du schreibst: Das sollte steuerlich keine Probleme bereiten und tatsächlich einfacher zu handhaben sein, als zum Beispiel von China in die EU.
    Heißt das, ich muss hierbei die Umsatzsteuer auf die in China gekauften Produkte in Deutschland zahlen oder nicht?

    1. Hallo,
      ich kenne natürlich die rechtlichen Vorgaben etc. bzgl. Dropshipping in der Türkei nicht, aber grundsätzlich fällt mir nichts ein, was dagegen spricht!
      LG Martin

  3. Hallo Martin,

    zum Thema "Einfuhr - Zoll" (Punkt 4.4) folgende Hinweise:
    1. Die benannten "Zollgebühren" sind einfach nur "Zölle", mit Zollgebühren assoziiert man eher die Servicegebühr des Zolldienstleisters, die auch noch hinzukommen.
    2. Die Schwellenwerte für die Zahlung von Zöllen und EuSt sind nicht korrekt wiedergegeben. Korrekt ist: Unabhängig von der Person des Versenders und des Empfängers sind alle Sendungen von Waren, deren Gesamtwert nicht höher ist als 22 Euro, einfuhrabgabenfrei (Artikel 23 und 24 Zollbefreiungsverordnung). Dies gilt für Zoll und Einfuhrumsatzsteuer.
    Bei einem Wert zwischen 22 Euro und 150 Euro sind die Sendungen zwar zollfrei, aber nicht frei von Einfuhrumsatzsteuer. (Quelle: zoll.de)
    Und weil die Frage aufkam: Nein, man kann die Werte nicht splitten, um jeweils unter 22 EUR zu bleiben, denn: Bei der Feststellung, ob Wertgrenzen eingehalten sind, ist der Gesamtwert der Ware ausschlaggebend (Rechnungswert).
    Hinweis: Wer glaubt, die Zollbeamten an den Grenzzollstellen sind minderbemittelt, der irrt. Das Thema Abgabenbetrug im Onlinehandel durch falsche Wertdeklaration (ebendie beliebten 22 EUR "Schmerzgrenze") ist da auf dem Radar, wie kein anderes. Ich kann also nur vor falschen Wertdeklarationen warnen, auch die Zöllner wissen mit Tante Google umzugehen. Dann ist schnell mal ein Strafverfahren fällig, denn der Einführer wird haftbar gehalten.
    Und abschließend: Durch die Errechnung des Zollwerts (Warenwert +/- Frachtkosten, je nach Lieferbedingung) gibt es auch keine Schlupflöcher, die den abgabenfreien Betrag auf 26,30 EUR heben.

    1. Hallo Hein,
      danke für deinen tollen Kommentar!
      Bei Vielem stimme ich dir zu, bei Manchem müsste ich mit meinen Quellen nochmals Rücksprechen. Was ich zumindest sagen kann ist, dass Dropshipping (China -> Europa) einer der Bereiche ist, wo selbst Experten oft am Verzweifeln sind, da es in dieser speziellen Konstellation einige Besonderheiten gibt.
      Wer das Ganze ernsthaft angehen möchte, wird um professionelle Beratung nicht umhinkommen.
      Ich werde versuchen, ein paar meiner früheren Kontakte zu erreichen, damit ich Genaueres ergänzen kann!
      LG Martin

  4. Hi, echt super Artikel, echt gut geschrieben.

    Meine Frage wäre: Wenn ich in China bestelle und von Deutschland aus in ein anderes EU Land dropshippe,
    benötige ich dann in dem Land eine Steuernummer??

    Ich dachte es würde die Umsatzsteuer-ID (für EU-Handel) ausreichen wenn diese auf den Rechnungen ausgewiesen ist.

    Wie soll ich denn in 15 verschiedenen Länder (und mehr, ggf. weltweit) Steuernummern beantragen.

    Ich möchte mich auch erst einmal auf ein Land konzentrieren, würde aber demnächst gerne auch Nachbarländer beliefern.

    1. Hallo Marc,
      genau, du brauchst in diesem Fall eine eigene Steuernummer in dem jeweiligen Land. Das ist der Grund, weshalb sich das erst ab einer gewissen Größe auszahlt.
      In den meisten Fällen zahlt sich der Aufwand einfach nicht aus und auch die Kosten für die steuerliche Vertretung in dem jew. Land übersteigen das, was du mit Dropshipping einnimmst.
      Aber 1 Land ist doch für den Anfang völlig ausreichend & Arbeit genug.
      Die UID gilt nur zur Erleichterung zwischen zwei Unternehmen innerhalb der EU.
      LG Martin

  5. Hey, Martin
    Wenn ich (Österreich) Waren von China nach Deutschland dropshippen will und Kleinunternehmer bin, muss ich irgenwelche Steuern in Deutschland zahlen, genau wenn ein Produkt güngstiger als 26 Euro ist? Danke))

    1. Hallo Max,
      Ja, 19% Umsatzsteuer. Ich würde dir daher empfehlen, Dropshipping nur im eigenen Land zu machen. Das reicht für den Beginn ja völlig aus.
      LG Martin

  6. Hallo Martin,
    Ich habe dein Artikel über das Dropshipping gelesen. Mir sind dazu ein paar Fragen eingefallen bei denen ich hoffe, dass du sie mir beantworten könntest.

    Ich erkläre erst ein mal was ich mir vorgestellt habe zu machen.
    Ich würde gerne eine Brand-Dropshipping Seite erstellen, bei der ich ein Produkt aus z.B. Alibaba(ist mir irgendwie lieber ) mit mein eigenes Logo vorstelle und verkaufe.

    Frage 1.
    Kann ich das Produkt einfach in den USA, Canada, Australien verkaufen, heißt was muss ich beachten beim dropshipping von China zu USA, Canada, Australien?
    Weil nach dem was ich alles so gelesen habe, finde ich das es sich einfach nicht lohnt China-EU zu machen.

    Frage 2.
    Wie sehr bin ich von den ganzen Regelungen betroffen, wenn meine "Firma" den Sitz in Deutschland hat, aber z.B. garkeine Produkte zur EU liefert ?

    Frage 3.
    Letzte Frage. Hier geht es eher um deine Meinung, wegen deiner Erfahrung. Alles was ich jetzt frage ist in Voraussetzung, dass ich natürlich die wichtigsten Sachen erledigt habe, z.B Gewerbeanmeldung, Steuernummer, usw...
    Ich habe ein bisschen bammel, irgendwas zu beginnen. Ich habe zwar momentan das Glück monatlich in das Business zu investieren, weil ich nicht viele ausgaben habe.
    Sollte ich einfach erst mal anfangen z.B. Produkt bzw. Lieferant finden, dann Web-Shop aufmachen und alles zum laufen zu bringen. Dann gucken, ob sich was verkauft und dann erst gucken was ich genau machen muss wegen den Steuern? Also erst nach dem ich ein wirklichen Gewinn bekommen habe?

    Falls du keine Antwort hast für die Fragen, ist das kein Problem! Ich wüsste halt einfach nicht, wo ich sowas nachfragen sollte.
    Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit.

    Liebe Grüße
    Kevin Linden

    1. Hallo Kevin,
      1.) Das sind drei völlig verschiedene Ländern mit unterschiedlichen Gesetzen - die kenne ich nicht alle. Mein Tipp ist, konzentriere dich erstmal auf eines dieser drei Länder, das ist Arbeit genug. Expandieren kannst du immer. So ganz generelle Dinge wie die Produktsicherheit, die ich im Artikel behandelt habe, gilt natürlich überall in diesen Ländern. Spezifische Vorgaben für das Land, für welches du dich entscheidest, müsstest du dir dann genauer ansehen.
      2.) Wenn es um Dinge wie die DSGVO geht, die interessiert in den USA natürlich niemanden. Trotzdem will ich darauf hinweisen, dass es durchaus Meinungen gibt, die sagen, dass trotzdem auch die Vorschriften aus Deutschland gelten.
      3.) Ich würde das nicht unbedingt empfehlen. Ein Steuerberater kostet dich ca. € 150,- die Stunde. Wenn du dir davor einen Fragenkatalog machst und alles mit ihm durchgehst, sind das in Summe vllt. 300,-, aber dafür bist du dann auf der sicheren Seite. Stell aber vorher sicher, dass derjenige sich auch WIRKLICH mit diesem Thema (China -> USA) auskennt. Das sind nämlich leider die Wenigsten. Viele hören auch das Wort "Dropshipping" zum allerersten Mal.
      Viel Erfolg,
      Martin

  7. Hallo Martin!
    Als erstes will ich mich für diesen ausführlichen Artikel bedanken, diese Seiten des Dropshipping findet man nur selten.
    Ich hätte noch eine Frage bzgl. Mehrwertsteuer. Mein Plan wäre es aus der EU POD zu betreiben. Nun ist es ja so, dass man die Mehrwertsteuer im eigenen Land abführen kann (z.B. 20% in Österreich) solange man die Lieferschwellen pro jeweiligen Land nicht überschreitet. Nun ist es aber so das mein Lieferant/Produzent in Frankreich sitzt. Wer gilt nun als Händler und wo muss ich dir Mehrwertsteuer abführen? Österreich (ich) oder in Frankreich (Lieferant).

    Danke & beste Grüße
    David

    1. Hallo David,
      bei Print on Demand innerhalb der EU bin ich mir ziemlich sicher, dass du nichts in Frankreich abführen musst. Zwischen dir und anderen EU-Unternehmen (B2B) kommt in der Regel das Reverse Charge-Verfahren zur Anwendung, das heißt die Steuerschuld geht auf den Leistungsempfänger über (in dem Fall dich).
      Bzgl. deinen Kunden: Man kann es ja bei POD-Dropshipping auf zwei Arten lösen: entweder die Leute kaufen in deinem eigenen Shop und du leitest die Bestellung im Hintergrund an die Druckerei weiter oder du schickst die Leute direkt auf deine Shop-Unterseite des POD-Anbieters (ich glaube die großen wie Shirtee usw. bieten das an). In letzterem Fall dürfte der Ball beim POD-Anbieter liegen... Ich muss aber ehrlich sagen, dass dieses ganze Steuer-Zeugs nicht mein Fachgebiet ist, meine Aussagen sind daher mit Vorsicht zu genießen.
      Planst du, gleich in mehrere Länder zu verschicken?
      LG Martin

    2. Danke für deine schnelle Antwort! Ich würde so vorgehen, dass ich einen eigenen Shopify Store erstelle und automatisiert über den POD Anbieter bestelle. Der Kunde würde also nur meinen Store sehen und wird dann direkt von Frankreich an den Kunden geliefert.
      Ich denke so kaufe ich dann auch netto bei dem Anbieter in Frankreich ein da es zwischen uns B2B ist oder?
      Grundsätzliche plane ich in Österreich und Deutschland zu starten. Später würde ich natürlich gern auch in andere Länder verschicken. Sollte jedoch kein Problem sein solange ich die Lieferschwellen in jedem Land einhalte. Das ändert sich jedoch 2021 mit dem MOSS-Verfahren. Dann wird es wahrscheinlich etwas leichter werden in größeren Mengen innerhalb der EU zu verkaufen.
      LG David

    3. Wenn du eine UID-Nummer hast, ist zwischen dir und dem Franzosen alles netto und die Steuerschuld geht auf dich in Österreich über.
      Danke für die Info bzgl. MOSS-Verfahren!
      LG Martin

  8. Vielen Dank für die Aufschlussreichen Worte. Ich lese mich ein wenig in das Thema DropShipping ein und schaue Videos auf Youtube. Allerdings werden dort die spannenden Fragen nie beantwortet und in den Kommentaren ignoriert.

    Auf dieser Seite erhält man wirklich kurz und bündig gute Informationen! ich finde es super wenn jemand offen und ehrlich das anspricht was niemand sagen will. Weiter so!

  9. Hallo Martin, zuerst will ich mich bei dir bedanken, da du mich auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt hast. Ich bin 17 (bald 18) und beschäftige mich eigentlich erst seit kurzem mit diesem Thema. Man hat natürlich direkt ein sehr schlechtes Gefühl was das ganze hier betrifft, weil die Ungewissheit einfach zu groß ist. Gerade die Tatsache, dass es (so wie ich es aufgefasst habe) gefühlt unmöglich ist, 100% auf der sicheren Seite zu sein macht es etwas unattraktiv. Trotzdem bin ich ziemlich neugierig und möchte Erfahrungen sammeln. Daher wären meine Fragen: Würdest du Dropshipping (gerade in diesem jungen Alter) empfehlen und wie sieht es allgemein mit der Vorbereitung aus da ich mit 18 (Ende Feb) richtig starten kann/will.
    Gruß, Marco

    1. Hallo Marco,
      freut mich, wenn ich dir helfen konnte! Ja, da hast du recht. Zu 100% sauber lässt sich Dropshipping aus China aus meiner Sicht tatsächlich nicht betreiben. Zumindest mit den vielen Vorschriften in Deutschland nicht.
      Ich kenne deine spezifische Situation nicht, kann dir aber generell was dazu sagen: wenn du Unternehmer werden möchtest, fang so früh wie möglich an, Erfahrungen zu sammeln. Wird es gleich klappen? Höchstwahrscheinlich nicht. Das ist aber auch kein Problem. So lernt man. Ob Dropshipping mit seinen doch relativ komplexeren Anforderungen das Richtige für dich ist, musst du nächstes Jahr selbst entscheiden. Einen Vorteil hätte es aber: eben weil es nicht das einfachste ist, lernst du sehr viel dabei.
      Viel Erfolg,
      LG Martin

  10. Hallo, danke für den Beitrag. Das hat mir doch schon sehr weitergeholfen. Zum dank habe ich auf deinen Affiliate Link geklickt und meine Weihnachtsgeschenke gekauft. Da bekommt man dann doch auch Provision 😀

    1. Hallo Jan!
      Das freut mich zu hören! Danke - das hilft mir, die Kosten für die Server zu decken (Gewinn mache ich mit dieser Seite sowieso nicht und ist bislang auch nicht geplant)!
      Viel Erfolg, LG Martin

    2. Guten Tag, vielen Dank für die klaren Worte!
      Eines habe ich allerdings noch nicht ganz verstanden. Angenommen ich möchte ein Produkt von AliExpress nach Deutschland Dropshippen (Ich wohne auch in Deutschland), und das Produkt kostet zum Beispiel bei AliExpress 35€. Heisst das dann, dass ich darauf noch 19% Steuern zahlen muss, bzw. wann und wo muss ich diese bezahlen ?

      Und wenn das Produkt nur 20€ kostet zum Beispiel, dann habe ich weder Zoll noch Steuern zu befürchten ?

    3. Hallo Jesse!
      Genau - wenn du ein Produkt im Wert von 35 € nach DE dropshippst, zahlst du darauf nochmal 19%, aber noch keine Zollgebühren. Diese 19% gibst du aber natürlich an den Kunden weiter. Diese wiederum musst du dann ans Finanzamt abführen, kannst sie dir aber in der Regel wieder zurückholen, wenn du nicht Kleinunternehmer bist.
      LG Martin

  11. Hi Martin, first of all, thank you very much for sharing all that information. I think it takes more people like you. I want to ask you. I'm 25 I'm a father and I'm looking for a way to make a living differently. since the conventional way of working today is not the best. Is it worth it to start working with dropshipping today December 2019 ?? Thanks and best regards!

    1. Hey David,
      thank you for the nice feedback!
      Look, I was doing a conventional job myself for over 10 years, so I can relate to questions like this. Today I’m running my own business and I basically started from zero too. Is it worth starting Dropshipping in 2020? If that’s the field you’re interested in, of course! Just in keep in mind, that there’s usually no shortcut to success.
      When you keep it rollin and jump over obstacles instead of letting them stop you, you will be rewarded. I think it’s kind of a universal law. It can take 1 year, or two or even three.
      Just stay realistic about the time frames it takes to learn something (in this case: Dropshipping) and don’t quit your job just to jump into unknown waters, if you don’t have money aside.
      I wish you success,
      Martin

  12. Hallo Martin,
    vermutlich bin ich ein Kandidat den du vor den Gurus beschützt hast und auf den richtigen Pfad gebracht hast. Sollte ein Dankeschön meinerseits hier über die Kommentare nicht ausreichen, so habe ich einen deiner Amazon-Ads benutzt, die mich zu den empfohlenen Büchern gebracht haben.
    Lieben Gruß

    1. Hallo Sven,
      das freut mich zu hören! 🙂
      Es sollte allerdings keinesfalls so rüberkommen, als wären alle "Gurus" im Dropshipping-Bereich grundsätzlich schlecht. Es gibt durchaus ein paar Wenige, die wirklich gute Arbeit machen. Hält sich nur leider stark in Grenzen.
      Viel Erfolg,
      LG Martin

  13. Hey Martin,
    Danke dir vielmals für deinen Beitrag! Das hat nochmal eine etwas andere Sicht auf das Thema Dropshipping zumindest für mich gezeigt....
    Wollte mal fragen, ob man im Voraus schon einen Steuerberater und Rechtsanwalt besuchen sollte, oder erst wenn man mit Dropshipping beginnt.
    Habe nämlich vor in den folgenden Monat auch ins Business einzusteigen, wo ich ausschließlich nach DE verkaufen möchte. Hab dafür auch einen Coach gefunden, wo ich mir zu 99.9% sicher bin, dass der Echt ist und nicht wie du schon erwähnt hast zu dem riesen Rest gehört, welcher lediglich gewinne durch das Affiliate-Marketing erzielen möchte.
    Bin leider noch Minderjährig (17, werde kommenden Mai 18) und wollte diesbezüglich auch fragen, ob es Sinnig ist zu warten oder zu dem Zeitpunkt zu beginnen, wo ich der Meinung bin, dass ich ready bin.
    LG Samuel

    1. Hallo Samuel,
      danke für dein Feedback 🙂
      Für diese Sachen gibt es leider keine Pauschale Antwort und hängt von eurem aktuellen Wissensstand über die rechtlichen & steuerlichen Besonderheiten beim Dropshipping ab. Wenn du nur nach DE verkaufst, hast du es steuerlich zumindest schon mal etwas einfacher. Es ist aber nie verkehrt, sich vorher professionell beraten zu lassen.
      Das Meiste lernst du sicherlich mit "learning by doing", das ist immer so. Da du aber noch minderjährig bist, sprich das Ganze am besten auch mit deinen Eltern ab.
      Viel Erfolg,
      LG Martin

    2. Hallo zusammen.
      Ich würde mich gerne ins Thema reinschreiben und meine Erfahrungen teilen.
      Ich hatte einige Jahre eigene Onlineshops auf Basis von Dropshipping und zum Teil die Ware im eigenen kleinen Lager.
      1. Die Erfahrung ist es auf jeden Fall Wert!

      Jedoch rate ich jedem grundsätzlich ab Dropshipper zu werden im Bereich Massenware auch aus Drittländer in allen Bereichen, ob Bekleidung Elektronik oder sonst was.
      Die größten Nachteile:
      -Der Versand dauert zu lange
      -Die Konkurrenz ist zu groß und wird täglich größer.
      - Einer verkauft billiger als der andere und somit hat man immer kleinere Gewinne weil ihr mithalten wollt.
      -Da die Ware aus Drittländer kommt ist die Qualität nicht garantiert und dass garantiert euch Reklamationen und Abwertungen. Usw . Es gibt noch viele Nachteile.

      Ich persönlich finde den richtigen Weg im Bereich Onlineshopping auf Dropshipping Basis sich einen Dropshipping Händler in Deutschland zu suchen.
      Der Vorteil ist dass die Produkte von DE aus versendet werden.
      Ihr habt einen besseren Überblick über euren Dropshipping Händler.
      Eventuell könnt Ihr die Produkte besichtigen falls Showroom vorhanden.
      Und zuletzt das wichtigste:
      Ihr solltet ein Nischenprodukt verkaufen, welches noch keine große Konkurrenz hat, so habt ihr keinen stressigen Konkurrenzkampf welcher unter Umständen viel Geld für Kampagnen kosten kann.

  14. Hallo Marko,
    freut mich zu hören, dass dir der Artikel über Dropshipping gefällt 🙂
    a) Da kann man nichts Pauschales sagen. Kommt ja auch immer darauf an, was man schaffen oder verdienen will. Der eine macht es nebenbei und verdient nur ein paar hundert, der andere arbeitet 70 Stunden/Woche und verdient 30k/Monat.
    Die restlichen Fragen sind leider zu spezifisch, um diese in einem Kommentar unterzubringen. Ich werde mir aber einen anderen Artikel überlegen, der diese grundsätzlichen Dinge, auch abseits von Dropshipping, ergänzt.
    LG Martin

  15. Hi Martin,

    super Beitrag. Hier bekommt man mal Informationen, die man sonst wo vergeblich sucht. Meinst DU Du könntest noch 3 Fragen beantworten 🙂 :

    a) wieviel Zeit man muss man fürs Dropshipping aufbringen? Wieviel Stunden am Anfang und später. Muss man täglich an den Rechner (Auch am Wochenende und Feiertagen, um sich z.B. um Bestellungen zu kümmern). Kann man Sachen automatisieren? etc?

    b) was braucht man noch am zusätzlichen Equipment bzw. was macht Sinn: Extra Handy und Telefonveträge, Drucker, wie Leistungssatrk muss der Computer sein etc.

    c) Wie wichtig ist Buchhaltung und wie genau muss ich diese durchführen?

    wäre cool, wenn Du diese fragen noch beantwortet könntest! 🙂 Hoffe ich habe Information dazu in deinem Berciht nicht überlesen.

    Gruß

    Marko

  16. Hallo.
    Was ist mit dem B2B eCommerce ? Gilt das alles auch für B2B eCommerce ? Beispiel: Welch Plattform eignet sich besser für B2B eCommerce Dropshipping.

    Danke.
    Gruß

    1. Hallo, ich weiß nicht, ob ich deine Frage richtig verstehe. Grundsätzlich gelten die Dinge auch für B2B, aber den Einzelfall müsste man sich genauer ansehen. Was meinst du mit "Plattform für B2B-Dropshipping"? Von wo wohin möchtest du dropshippen?

  17. Informativ & up to date. Danke dafür!
    Eine Frage fällt mir aber gerade noch ein: wenn ich meinen Sitz in DE habe und in die USA dropshippe, wie sieht es dann mit der Haftung für die Produkte aus? Hafte ich als Dropshipper, der in DE sitzt, oder der Hersteller aus China? Man kriegt ja schon mal mit, dass Klagen in den USA sehr krasse Ausmaße annehmen können, und dann wäre es echt unangenehm für einen selbst.

    1. Nein, in dem Fall in dem EU-Land, in welches du dropshippst. Aus diesem Grund zahlt sich das erst ab einer bestimmten Größe aus.

  18. Sehr informativer Artikel, der einem mal ein paar Dinge vor Augen führt, die in den üblichen YT Videos eben nicht zur Sprache kommen. Hat aber sicher auch in vielen Fällen den Hintergrund, dass die "Gurus" in den USA, oder Kanada sitzen und dementsprechend weniger von der EU Bürokratie betroffen sind.

    Wie sieht das denn eigentlich aus, wenn ich meinen Firmensitz in ein anderes Land verlagere? Das ist sicherlich noch mal ein deutlich komplexeres Thema, aber bei den ganzen Auflagen in DE vergeht einem schon ein wenig die Lust.

    1. Hallo Sebastian, in vielen anderen Ländern gibt es tatsächlich nicht so viel Regulation, da ist Dropshipping deutlich einfacher. Man muss nur mal das Thema Facebook-Pixel bedenken. Deutschland ist in der Hinsicht aber auch ein Extrembeispiel. Manche Freunde von mir sind tatsächlich ins Ausland ausgewandert, da in DE alles bis ins kleinste Detail geregelt ist. LG

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In retrospect, it was inevitable

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