Was dir niemand über Dropshipping erzählt [Zoll, Steuern, Produkthaftung, …]

Was dir niemand über Dropshipping erzählt [Zoll, Steuern, Produkthaftung, …]

Wenn du gehört hast, dass man mit Dropshipping risikolos viel Geld nebenbei machen kann und dir das irgendwie zu einfach vorkommt, hast du vielleicht recht. Aber sehen wir uns das Ganze mal genauer an! Erfahre alles, was dir Dropshipping-Gurus nicht erzählen und du schon immer zu diesem Thema wissen wolltest 😉

Was ist Dropshipping?

Dropshipping (auch Streckengeschäft oder Streckenhandel genannt) wird oft als eine einfachste Form des E-Commerce bezeichnet.

Der Vorgang beim Dropshipping ist leicht erklärt: Der Kunde bestellt in deinem Online-Shop einen Artikel. Statt das du diesen Artikel aus deinem eigenen Lager oder Warenhaus versendest, leitest du die Bestellung an einen Großhändler weiter bzw. bestellst die Ware auf Plattformen wie Aliexpress und gibst als Versandadresse die Adresse des Kunden an.

Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Waren müssen nicht vorrätig gehalten werden und das Ganze kann im Endeffekt aus dem Wohnzimmer heraus betrieben werden.

Soweit die simple Erklärung dieses Geschäftsmodells. Mögliche Fallstricke und auch alles andere rund um dieses Thema sehen wir uns im folgenden an!

A story about Bullshit

Ausschlaggebend für diesen Artikel war ein längerer Post in einer Amazon FBA Gruppe auf Facebook. Hier die Highlights daraus:

“FBA ist Out, Shopify ist In! Viele generieren mit Shopify bereits Millionenumsätze! Kommentiert mit “Info” und ich schicke euch eine PN.”

Dieser Post hat unendlich viele Kommentare bekommen. Natürlich stand in dem Post nicht wirklich, worum es ging. “Shopify” ist also das Wundermittel, mit dem man heutzutage Millionen macht.

Wusste nicht, dass ein Shop-System alleine ein Businessmodell ist, aber man lernt nie aus! 😀

Worum ging es dabei? Natürlich war das nur eine Strategie, um den Leuten dann per PN einen Affiliate-Link von Shopify zukommen zu lassen und an der Provision zu verdienen. Ich habe nichts gegen Affiliate-Marketing und nutze es selbst auch, um kostenlos bereitgestellte Inhalte zu finanzieren.

Was ich aber nicht OK finde ist, wenn Anfänger im Bereich Dropshipping auf diese Weise ausgenutzt werden.

Das Gleiche hatten wir ja auch schon mit der Welle an “hilfsbereiten” Menschen auf Facebook, die einen Anschreiben mit: “Und, wie läuft dein Business? Arbeitest du auch schon mit ClickFunnels?”. Da ging es natürlich auch um nichts anderes, als an der Provision für eure Anmeldung über deren Affiliate-Link zu verdienen.

Dropshipping-Gurus

Ich persönlich habe den Begriff “Dropshipping” in den vergangenen Jahren immer wieder mal aufgeschnappt, mich aber nie großartig darum gekümmert. Etwas tiefer bin ich dann erstmals Anfang 2017 in das Thema gegangen.

Mittlerweile beschäftige ich mich in einem kleinen Team in Vollzeit mit E-Commerce und auch Dropshipping.

Dropshipping hat ja auch etwas Faszinierendes. Da geht man auf Aliexpress, kauft Shopify oder ClickFunnels, installiert Oberlo und schaltet Ads auf Facebook. Fertig. So zumindest wird es immer dargestellt und erzählt.

Es ist allerdings nicht so wichtig, was einem in den ganzen Youtube-Videos erzählt wird, sondern eher, was einem NICHT erzählt wird. Und genau darum soll es heute gehen.

Eins vorweg: Es geht nicht darum, irgendeinem “Internet-Marketer” verbal eins auf Maul zu geben. Viele wissen selbst nicht, was die da eigentlich tun.

Deshalb werde ich auch keine Namen nennen. Und wenn du selbst Internet-Marketer bist und ehrlich mit deinen Kunden umgehst, bist du hier auch nicht angesprochen!

Was ihr aber nie vergessen dürft: Es ist in den meisten Fällen mit dem Verkauf eines Kurses, Seminars oder Coachings verbunden. Entweder direkt oder indirekt.

Das heißt natürlich, man wird euch nicht erzählen, dass es da eine Reihe an rechtlichen Hürden gibt, die euch tausende von Euro kosten können und dass es eben nicht damit getan ist, Shopify zu kaufen und fertig. Und ja, viele glauben das tatsächlich!

Was man zu diesem Artikel erwähnen muss ist, dass ich nur das überall promotete “Aliexpress-Dropshipping” behandel. Dropshipping an sich ist nichts Neues oder Außergewöhnliches und existiert mehr oder weniger schon ewig.

Rechtliches zu Dropshipping

Hier starten wir gleich mit allen Themen, die euch die meisten “Dropshipping-Gurus” nie erzählen und gerne auslassen.

Ich greife hier nur die allergrößten Themen auf, natürlich gibt es noch etliche andere Vorschriften und Gesetze. Die nachfolgenden sind aber die meistdiskutiertesten, über die am wenigsten Klarheit herrscht.

DISCLAIMER: Ich bin weder Anwalt noch Steuerberater. Alle Dinge, die ihr hier lesen werdet, kommen aus meiner eigenen Erfahrung und Recherche. Das bedeutet aber auch: Sollte etwas falsch sein und ihr handelt danach, könnt ihr nicht sagen “Aber Martin hat das so gesagt…”. Nein. Wenn ihr euch 100% sicher sein wollt, engagiert bitte einen Steuerberater und einen Anwalt.

Von welchen Produkten aus China sollte ich die Finger lassen?

In China gelten andere Gesetze und Vorschriften, was die Produktsicherheit betrifft. Das heißt, es werden bei der Produktion teilweise Zusatzstoffe verwendet, die hier aus gesundheitlichen Gründen verboten sind.

Auch werden die Produkte oft nicht ausreichend auf Sicherheit getestet. Die rechtlichen Rahmenbedingungen in China erlauben einfach mehr Spielraum, was Zusatzstoffe und Sicherheitsvorkehrungen betrifft. 

Das alles heißt natürlich nicht, dass jedes einzelne der unten genannten Produkte auf jeden Fall gesundheitsgefährdend oder gefährlich ist.

Ich persönlich gehe diese Risiken aber nicht ein.

Welche (ungeprüften) Produkte ihr aus China meiden solltet:

  • Flüssigkeiten
  • Cremen, Salben, Kosmetik
  • Explosives
  • Alles mit Akku
  • Alles Elektronische
  • Spielzeug (Ja, auch Kuscheltiere! Erklärung weiter unten)
  • Alles, was für Babies und Kinder ist
  • Kleidung (Hautkontakt)
  • Schmuck (Event. giftige Schwermetallanteile)
  • Lizenzprodukte (Alles was nach Game of Thrones, Star Wars, Disney, Gucci etc. aussieht und ein Plagiat ist)

Welche Produkte benötigen eine CE-Kennzeichnung?

Das CE-Kennzeichen wurde geschaffen, damit der Verbraucher sich bei gewissen Produkten keine Sorgen machen braucht (Gesundheit, Sicherheit, Verträglichkeit, …).

Waren aus China haben in der Regel natürlich kein CE-Kennzeichen bzw. wenn sie eines haben, ist es gefälscht.

Nicht alle Produkte benötigen ein CE-Kennzeichen, aber einige. Die wichtigsten sind:

  • Schutzausrüstungen
  • Spielzeuge
  • Elektronisches
  • Medizinische Geräte
  • Explosives

Zu Spielzeugen: Damit sind Spielzeuge für Kinder gemeint. Manche Anwälte sehen auch Katzen- und Hundespielzeug kritisch, da Kinder es verwechseln könnten. Das ist aber Auslegungssache.

Zu Elektronischem: USB-Kabel zum Beispiel und Produkte mit niedriger Spannung sollten nicht darunter fallen. Allerdings gibt es dazu keine 100% gesicherte Angabe.

Produkthaftung – Wer haftet, wenn dem Kunden durch ein fehlerhaftes Produkt etwas passiert?

Einfache und schwierige Grundregel zugleich: Es haftet der Hersteller.

Aber aufgepasst! Ihr werdet jetzt vermutlich denken “Alles in Butter, Hersteller ist ja irgendjemand in Asien”. Ganz so einfach ist es leider nicht, denn “Hersteller” ist nicht automatisch der Produzent und die Rolle kann sich je nach Handelsbeziehung ändern.

Und ja, jetzt kommen Bad News: “Hersteller” seid beim Aliexpress-Dropshipping ihr, da China ein nicht-EU Land ist.

Somit seid ihr in der Haftung, wenn durch das importierte Produkt eurem Kunden etwas passiert (zum Beispiel wenn das Produkt einen Fehler hatte oder Schadstoffe enthält).

Wenn der Kunde sich mit einem Messer schneidet, ist das natürlich nicht eure Schuld! 😉 )

Wenn ihr keine GmbH habt, seid ihr auch persönlich in der Haftung. Das heißt, ihr haftet mit eurem Privatvermögen und wenn da nichts zu holen ist, dann mit eurem Fernseher etc. Streng genommen schützt aber auch eine GmbH nicht vor grober Fahrlässigkeit.

Dropshipping: Einfuhrumsatzsteuer und Zollgebühren

Eines vorweg: Einfuhrumsatzsteuer und Zollgebühren werden, wenn es um das Thema “Zoll” geht, immer gerne verwechselt.

Bis zu welcher Summe fällt keine Einfuhrumsatzsteuer an?

Österreich
€ 22,00
Deutschland
Bis € 26,30 (offiziell auch nur € 22,00, allerdings gibt es ein kalkulatorisches Schlupfloch, somit sind es effektiv € 26,30)
USA
$ USD 800

Es zählt übrigens dein Einkaufspreis in China, nicht der Verkaufspreis.

Zollgebühren sind ein separates Thema und fallen in Deutschland und Österreich erst ab 150,00 € Warenwert an.

Muss ich ein Gewerbe anmelden?

Ja, ihr müsst ein Gewerbe anmelden sobald „Gewinnabsicht“ besteht.

Die Gewerbeanmeldung an sich ist kein Drama, allerdings entstehen dadurch laufende monatliche Kosten wie zum Beispiel Beiträge zu Pflichtversicherungen.

Muss mein Shop ein Impressum enthalten?

Grundsätzlich gelten immer die Gesetze des Landes, in dem ihr sitzt. Das heißt für Kunden in Deutschland und Österreich: Ja, ihr braucht ein vollständiges Impressum.

Wenn ihr nur die USA targetiert, bräuchtet ihr eigentlich keines. So zumindest das US-Recht.

Allerdings wird das TMG in Deutschland von den meisten Anwälten so ausgelegt, dass du, wenn du in Deutschland zu Hause bist, ebenso ein Impressum benötigst. Auch, wenn deine Zielgruppe zum Beispiel in den USA sitzt.

Somit gilt: Egal welches Land du targetierst, mit einem Impressum bist du rechtlich auf der sicheren Seite.

Man muss aber auch sagen, dass sich vermutlich niemand für ein fehlendes Impressum interessieren wird, wenn sich der Shop nur an Kunden aus den USA richtet.

Generelles zu Abmahnungen

In Deutschland gibt es – leider – eine ausgeprägte “Abmahnkultur”.

Es gibt viele Anwälte und Kanzleien die sich darauf spezialisiert haben, irgendwelche Fehler auf Webseiten und Online-Shops zu finden, nur um euch eine Abmahnung in Höhe von einigen hundert bis einigen tausend Euro zu schicken.

Es kann leider fast ALLES abgemahnt werden. Wenn ein Anwalt etwas finden will, findet er es auch.

Da reicht es schon, wenn ein wichtiges Wort in den AGB vergessen wurde. Aus diesem Grund legen sich Unternehmen oft ein eigenes Budget für Abmahnungen zur Seite.

In Österreich zum Beispiel ist es bisschen anders und es darf nicht kreuz und quer von jeder Kanzlei abgemahnt werden. Da ist es also um einiges ruhiger was dieses Thema betrifft.

Dropshipping und Steuern

DISCLAIMER: Wie schon oben einmal angemerkt, bin ich kein Steuerberater und der Artikel stellt keine Steuerberatung dar!

Dropshipping aus einem nicht-EU Land wie zum Beispiel China ist steuerlich eine der kompliziertesten Angelegenheiten, die es im Steuerrecht überhaupt gibt. Das geht soweit, dass sich sogar viele Steuerberater mit diesem Thema kaum auskennen.

In Kurzfassung, wenn ihr in der EU zu Hause seid:

Beim Aliexpress-Dropshipping müsst ihr Umsatzsteuer in dem Land zahlen, in welches ihr eure Produkte versendet.

Das liegt an der komplizierten Konstellation, dass die Ware aus einem nicht-EU Land (China) direkt zum Kunden in einem EU-Land versendet wird und ihr selbst auch in der EU sitzt.

Anders wäre es zum Beispiel, wenn ihr die Ware aus China zu euch schicken lässt und dann erst zum Kunden. Das wäre dann aber auch kein Dropshipping mehr 😉

Zwei Beispiele:

  • Ihr wohnt in Deutschland und schickt Ware von China an Kunden in Spanien. In diesem Fall müsst ihr in Spanien eine Steuernummer beantragen und dort die Umsatzsteuer zahlen.
  • Ihr wohnt in Österreich und schickt Ware von China an Kunden in Deutschland. In diesem Fall müsst ihr in Deutschland eine Steuernummer beantragen und dort die 19% Ust. zahlen.

Dropshipping in die USA: Das sollte steuerlich keine Probleme bereiten und tatsächlich einfacher zu handhaben sein, als zum Beispiel von China in die EU.

Im Klartext: Die Steuer kann ganz normal in dem Land abgeführt werden, in dem ihr zu Hause seid (Zum Beispiel Österreich oder Deutschland) und ihr müsst keine Steuern in den USA abführen.

Bitte beachtet, dass dies für die Konstellation von Aliexpress (China) in die USA , wobei ihr in der EU sitzt, gilt.

Wenn euer Großhändler direkt auch in den USA seinen Sitz hat und von dort versendet, kann die Sache schon wieder ganz anders aussehen.

Und wie bei allem gilt: Um sicherzugehen, alles richtigzumachen, wendet euch am besten an einen Steuer-Experten.

Brauche ich Shopify & Clickfunnels?

Zuerst einmal ist es wichtig zu definieren, was Shopify und ClickFunnels überhaupt ist.

Was es auf jeden Fall nicht ist: Ein Businessmodell oder etwas, dass euch automatisch Geld einbringt.

Shopify ist ein Shop-System, in welches ihr eure Produkte hochladen könnt.

Mit ClickFunnels dagegen könnt ihr Sales Funnel bauen.

Nur allzu oft werden diese beiden Systeme so präsentiert, dass ihr zuerst Shopify oder ClickFunnels benötigt, um durchzustarten.

Das ist natürlich Unsinn. Diese Leute möchten nichts anderes, als dass ihr auf deren Affiliate-Link klickt.

Was ihr zuerst braucht, ist ein gutes Konzept. Produkte, die man verkaufen kann. Ideen und Kreativität. Marketing & Sales-Wissen.

Das klingt aber schon weniger fancy als “Mit Shopify und ClickFunnels kannst du Millionen verdienen”, oder?

Ich persönlich bin der Meinung, dass es nicht Shopify und/oder ClickFunnels sein muss. Beide Systeme haben ihre Berechtigung am Markt, das aber vor allem, weil sie so leicht zu bedienen sind und daher anfängerfreundlich.

Der Nachteil ist, dass ihr mit diesem System nicht besonders flexibel seid, beide eine monatliche Gebühr verlangen und prozentual am Anteil an jedem verkauften Produkt mitschneiden.

Alles, was Shopify und ClickFunnels kann und darüber hinaus, kann man auch mit WordPress + Woocommerce umsetzen. Hier habt ihr eine etwas längere Einarbeitungszeit, dafür kommt ihr günstiger dabei weg, eurer Shop sieht individuell aus und ihr müsst nichts von eurem Umsatz abgeben!

Diese Lösung empfiehlt sich allerdings nur für Leute, die damit bereits Shops aufgebaut haben und in der Materie sind.

Speziell zu ClickFunnels: Ich bin ein großer Fan vom Gründer Russel Brunson und das Marketing für ClickFunnels ist auch wirklich gut! Allerdings muss man auch sagen: ClickFunnels ist von den Funktionen her nichts Besonderes. Damit könnt ihr euch im Endeffekt nur Webseiten zusammenklicken, auf denen ihr euer Produkt präsentiert. Das ist nichts Außergewöhnliches und lässt sich sehr viel günstiger mit WordPress umsetzen.

Fazit: Wenn ihr nicht WordPress lernen möchtet oder noch sehr frisch in dem ganzen Thema “Online Shop” seid, nehmt Shopify als euer Shop-System bzw. ClickFunnels für Funnels.

Tatsächlich setzen aber auch viele Profis aus diversen Gründen auf eine 100%ige Shopify-Lösung.

Wer sich mit WordPress und Woocommerce auskennt, kann sich damit allerdings Geld sparen. Seid euch aber dabei bewusst, dass ihr einige Zeit brauchen werdet, in das ganze reinzufinden.

Wo finde ich Dropshipping-Großhändler?

Bei Lieferanten auf Aliexpress ist die Sache klar: da ist in erster Linie Ausdauer und Verhandlungsgeschick gefragt. Im Grunde sind aber alle potenziellen Händler an einem Ort versammelt. Alternativ dazu könnt ihr euch auch auf Alibaba umsehen.

Nun möchte aber nicht jeder aus China dropshippen. In diesem Fall muss auf Großhändler aus der EU zurückgegriffen werden. Der bekannteste Lieferant, auf den Dropshipper aus Deutschland und Österreich gerne zurückgreifen, ist Bigbuy.

Wenn ihr meine persönliche Meinung dazu hören wollt: Ich halte es mit den Margen mit Produkten von BigBuy für kaum möglich, das Streckengeschäft profitabel zu betreiben. Es mag funktionieren, wenn man bereits eine etablierte Marke hat, aber von null auf, mit Ads schalten etc… schwierig. Der Vorteil ist allerdings, dass alle Artikel bereits in der EU sind und es rechtlich weit weniger problematisch als über Aliexpress ist.

Auch wenn die Auswahl bei BigBuy recht groß ist, so ist natürlich nicht alles vorhanden. In diesem Fall gibt es zwei Möglichkeiten:

  • WLW.de (Wer Liefert Was)
  • Google (Empfehlung!)

Mit Google habe ich gute Erfahrungen gemacht! Dazu sucht ihr nach eurer Nische + „Dropshipping“. Tipp: Schaut nicht nur auf Seite 1. Viele gute Supplier verbergen sich erst mehrere Seiten weiter.

Über eBay bzw. Amazon dropshippen? 

Vor wenigen Jahren hat man es noch oft gesehen: Dropshipper haben einen Händler-Account auf Ebay aufgemacht und sobald ein Kunde bestellt hat, wurde die Ware auf Amazon geordert und als Versandadresse die des Kunden angegeben. Klingt nach einer guten Idee, ist aber in der Praxis mit einem ähnlichen Problem wie schon weiter oben erwähnt konfrontiert: Die Margen sind einfach zu gering, um das Ganze in großem Stil machen zu können. Ich kenne niemanden, der damit wirklich Geld macht.

3 Dinge, die du im Blick haben solltest

1.) Der Grund, warum Asien-Dropshipping überhaupt so rentabel sein kann, liegt an internationalen Verträgen, die es China einfacher machen sollen, an der globalen Wirtschaft teilzunehmen.

Für die europäischen Postunternehmen ist das aber oft ein Verlustgeschäft. Ab 2018 werden die Versandgebühren angehoben. Zugegeben: Wie schnell und wie stark sich die Kosten tatsächlich ändern werden, bleibt abzuwarten!

Update: Viel hat sich an den kosten nicht geändert, es ist im Endeffekt also noch alles im grünen Bereich!

2.) Alibaba/Aliexpress will direkt nach Europa und baut deshalb ein Lager in Bulgarien. Was das bedeutet, könnt ihr euch sicher denken 😉 Noch ist es allerdings nicht so weit und wird wohl noch länger dauern (Status 2019)!

3.) Ab Mai 2018 tritt die DSGVO in Kraft. Diese schränkt Online-Marketing etwas ein und wurde nun final entschieden. Verglichen mit der e-Privacy-Verordnung ist diese allerdings noch harmlos!

Nach dem jetzigen Stand wird es um einiges schwerer werden, in Europa E-Mail-Adressen einzusammeln, den Facebook-Pixel zu verwenden oder Affiliate-Marketing zu betreiben! Die e-Privacy Verordnung wurde auf 2019 verschoben und man kann nur hoffen, dass es noch eine Spur gelockert wird und nicht in der jetzigen Form durchkommt.

Soll ich nun mit Dropshipping starten oder nicht?

Du wirst dir jetzt sicher die Frage stellen, ob du mit Aliexpress-Dropshipping starten sollst oder nicht und auf diese Frage gibt es nur eine Antwort: Das musst du entscheiden.

Dir sollte nur die Verantwortung bewusst sein, die du damit eingehst. Das Ganze ist ein richtiges Business und sollte auch so gesehen werden – mit allen rechtlichen Verpflichtungen.

Ich persönlich finde, dass man Dinge ausprobieren soll, wenn diese einen interessieren und Dropshipping bietet eine gute Möglichkeit, E-Commerce kennenzulernen.

Lass dir nur nichts von “Gurus” einreden, die mehr daran verdienen, dir ihre Kurse zu verkaufen als mit Dropshipping selbst. Ich bin schon eine ganze Weile in diesen Bereichen unterwegs und glaube nicht nur, sondern weiß, dass viel zu viele Faker herumlaufen…

Eine kleine (große) Motivation...

Ein Bekannter von mir hat Anfang dieses Jahres einen Shop gestartet und innerhalb sechs Monate über 700.000 € Umsatz gemacht mit einem Gewinn vor Steuern von 40 %. Ich kann euch natürlich nicht das Produkt verraten, allerdings ein paar Punkte dazu:

  • Es war und ist ein verdammt gutes Produkt, von dem es viele verschiedene Variationen gibt. (Es ist ein so gutes Produkt, dass ich fast neidisch geworden bin, dass ich da nicht selbst drauf gekommen bin)
  • Das Produkt ist einerseits ein Dauerbrenner, auf welches man als Mann nicht gleich kommen würde, hat aber andererseits auch glücklicherweise gerade einen kleinen Hype, was dem Ganzen zugutegekommen ist.
  • Hauptzielgruppe: Frauen zwischen 35 – 50 Jahren.
  • Der Shop an sich sieht nicht außergewöhnlich aus und hat keine speziellen Merkmale, hat aber alle Basics gut umgesetzt.
  • Traffic kommt ausschließlich über Facebook.

So viel zu den Leuten, die meinen, dass Dropshipping nicht mehr funktioniert!

Noch ein genereller Hinweis dazu: Die oben genannte Zahl werden viele nicht für möglich halten und ich verstehe das sogar! Ich hätte es früher auch für eine Fantasiezahl gehalten.

Inzwischen kenne ich Leute, die machen in dem Bereich (ja, auch heute noch!) Millionen. Diese Leute fliegen allerdings unter dem Radar und geben auch meistens KEINE Interviews auf YouTube 😉 Richtig angestellt ist also Einiges möglich.

Wie viel Geld brauche ich für Dropshipping?

Diese Frage hat sich zu Anfang wohl jeder einmal gestellt. Allzu oft werden von Gurus dann Beträge genannt, die sich zwar nett anhören, jedoch wenig mit der Realität zu tun haben.

Ihr müsst eines bedenken: Traffic muss eingekauft werden und ist einer der größten Kostenfaktoren. Im Klartext: Facebook Ads und Instagram Ads.

Hier ein paar Kostenpunkte, die auf euch zukommen können:

  • Traffic: Social Media Ads, Influencer
  • Shopsystem (zum Beispiel Shopify) bzw. Hosting
  • AGB und sontige Rechtstexte
  • Steuerberatung
  • Rechtsberatung
  • Grafiken
  • Werbetexte

Manches davon werdet ihr vielleicht kostenlos bekommen oder sogar selbst erledigen können.

Um die ersten zwei Punkte aber zumindest werdet ihr nicht herumkommen können. Hier macht den größten Teil, wie bereits erwähnt, der Traffic aus.

Ihr werdet in den meisten Fällen viel testen müssen, welche Ads funktionieren und welche nicht, wer eigentlich eure Käufer sind etc. Da kann zu Anfang viel Geld verbrannt werden.

Jetzt möchte natürlich jeder möglichst konkrete Zahlen genannt haben, was ich auch verstehe. Das gibt irgendwie eine gewisse Sicherheit, oder?

Das Ding ist nur: Egal welche Zahl man nennt, sie kann für den Einzelfall genauso falsch wie auch richtig sein.

Da die Kosten beim Dropshipping von sehr vielen Komponenten abhängig sind und für jeden unterschiedlich ausfallen, gibt es hier kaum einen allgemein gültigen Betrag, den man zum Start haben sollte.

Ich stelle jetzt trotzdem mal eine Zahl in Raum, die ich für den typischen semiprofessionellen Dropshipping-Store als mehr oder weniger realistisch erachte: 3.000 € (nach oben hin übrigens nahezu grenzenlos 😉 ).

Wenn wir davon ausgehen, dass ihr den Shop selbst auf die Beine stellt und euch beim rechtlichen Teil etwas geholfen wird, ist das ein Betrag, mit dem man etwas anfangen kann.

Wem das zu viel Geld ist, soll sich übrigens nicht gleich davon entmutigen lassen. Es gibt sicher genügend Beispiele, die mit weniger Geld angefangen haben und vor allem am Anfang wird es vielen auch darum gehen, erstmal zu lernen.

Solange ihr keine Märchen glaubt, wo euch in Aussicht gestellt wird, dass ihr mit 150 € im Haifischbecken überleben werdet, ist alles gut!

Wenn du in deinem Shop nichts verkaufst...

… dann kauf dir ClickFunnels über meinen Affiliate-Link + meinen Kurs und werde reich! Nein, kleiner Spaß 😛

Ich will dir aber trotzdem ein paar Tipps geben. Der häufigste Grund liegt darin, dass meistens absolute Grundlagen im Verkauf und Marketing fehlen.

Das ist etwas, was ich bei den typischen Dropshipping-Shops schon so oft gesehen habe.

In vielen Shops wird in Wirklichkeit nicht »verkauft«, sondern es liegt nur Ware herum. Viele Anzeigen verleiten nicht zum Kauf, sondern sind einfach leblose Textfetzen.

Für Erfolg beim Verkauf, müsst ihr auch wirklich verkaufen lernen!

Und das sind im Endeffekt Skills, die euch überall im Leben weiterbringen. Und ich weiß, das hört sich irgendwie schwieriger und langweiliger an als ein E-Book mit dem Namen “Werde Dropshipping-Millionär in 30 Tagen”.

Langfristig seid ihr eurer Konkurrenz aber extrem weit voraus, wenn ihr euch richtiges Wissen in diesen Gebieten aneignet und umsetzt!

Aus den vielen Büchern die ich zu diesen Themen gelesen hab, kann ich euch die folgenden Empfehlen, wenn ihr in diesen Bereichen noch am Anfang seid.

Einfach auf das Bild oder den Link klicken, dann kommt ihr direkt zu Amazon. Und ja, es sind Affiliate-Links. Das heißt ich bekomme ein paar Cent bei Verkauf, für euch bleibt der Preis aber der gleiche! 🙂

📚 Buch-Update 2019:

Ich möchte euch ein Buch ans Herz legen, welches ich als echten Geheimtipp bezeichnen würde.

Es handelt sich um ein auf 300 Seiten mehr oder weniger vollständiges Werk, worauf es im E-Commerce Bereich ankommt, um erfolgreich zu sein – von A-Z.

Und das Beste daran: Es ist wirklich praxisbezogen und ohne viel Geschwurbel, wie man es sonst oft gewohnt ist.

Wenn ich also für das E-Commerce-Thema nur ein einziges Buch empfehlen müsste, wäre es dieses:

ecommerce_evolved
Mit dem Buch von Tanner Larsson bekommt man im Grunde bereits alles an die Hand und es ist eines der wenigen Bücher, die auch von Profis empfohlen werden! Wer noch eine Spur tiefer gehen will, empfehle ich die folgenden Bücher, die vorrangig das Thema Marketing und Psychologie abdecken:

Für absolute Grundlagen, was im Marketing funktioniert, vom legendären Marketing-Genie Claude Hopkins. Perfekt für Anfänger!

Das erste Buch von Russel Brunson (dem Gründer von ClickFunnels) gibt einen ersten und sehr (!) guten Einblick ins Online Marketing.

Das wohl beste Buch um zu lernen, wie man Verkaufstexte schreibt und gestaltet.

Was ist deine Meinung und Erfahrung zu Dropshipping?

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Dieser Beitrag hat 84 Kommentare

  1. Super Beitrag, hat mir sehr geholfen ^^

      1. Hi Martin, habe dein Beitrag recht interessant gefunden. Anekdotisch gesehen, würdest du einen generellen Rückgang in dropshipping rates in Deutschland sehen, aufgrund der vielen Schmerzpunkte, wie rechtliche (CE Cert, Verpackungsgesetz usw.) oder kostenbedingte?
        Bzgl. den „Gurus“, da meinst du wahrscheinlich die affiliate partner die über unser Partnerprogram zu Shopify affiliates werden und nicht die „Gurus“ des Shopify Supportteams haha. Apropos, alle Fragen an uns kann man jetzt hier stellen: https://help.shopify.com/de/questions#/contact.
        Das Affiliate Onboarding haben wir jetzt in der Regel viel strenger gemacht und jeder Bewerber muss jetzt ein ziemlich schwieriges Onboarding bestehen um affiliate zu werden und ein affiliate Link zu bekommen.
        Du sagst auch dass wenn man z. B. über Oberlo/Ali dropshipped und einer aus Spanien ein Produkt bestellt und das Produkt dann nach Spanien geliefert wird, man da auch steuerlich angemeldet sein muss. Das stelle ich mich sehr schwierig vor denn dafür müßte man ja auch in Spanien mit einer Adresse geschäftsmäßig angemeldet/registered sein, geschweige alle EU Länder, wo ein Paket ggf. geliefert werden könnte. Die Philosophie der EU ist es ja einen grenzenlosen Handel innerhalb des gemeinschaftlichen Binnenmarktes zu pflegen.
        Bzgl. BigBuy, viele Händler melden da auch Probleme da die Produkte oft vergriffen sind. Da kann es zu einem Problem führen, wenn Bestellungen über nacht reinkommen und es niemand garantieren kann, dass das erwünschte Produkt in der Früh nicht komplett ausverkauft/vergriffen ist und man dann da sitzen ohne Produkt. Da bleibt dann nichts anderes übrig als die Bestellung zu stornieren.
        Der GRUND: Bei Bigbuy wird nichts live bearbeitet, sondern man landet in einer Warteschlange und in dieser Schlange kann wohl jemand vor Dir sein, der alle Vorräte dieses Produkts mit einem Schlag auskauft.
        Und Shopify Grundkosten: das ist generell der Abo, sprich ca. €25 pro Monat auf dem Basic Plan oder ca. €300 für die jährliche Option) und 2,4% Kreditkartengebühr pro Bestellung mit Shopify Payments (2,1% auf dem Pro-Plan und 1,5% Advanced Plan – keine Transaktionsgebühren).

        1. Hallo Gabe,
          danke für deinen ausführlichen Kommentar.
          Ja, generell sehe ich hier einen Rückgang im Dropshipping aufgrund der tatsächlich immer schwieriger werdenden rechtlichen Rahmenbedingungen. Das ganze 100% legal zu betreiben, halte ich für schwierig. Manche Dinge sind schlicht und einfach nicht umsetzbar.
          Das betrifft auch so Dinge wie den Einsatz des Facebook-Pixels. Wenn dieser nur per Opt-In verwendet werden darf, wird online Verkaufen fast verunmöglicht.
          In die USA zu Dropshippen ist diesbzgl. tatsächlich in vielen Punkten einfacher als im europäischen Raum (zumindest wenn aus China versendet wird). Dafür hat man dort eine sehr viel härtere Konkurrenz.
          Aufgrund des
          Haha, natürlich meine ich manche Affiliate-Partner, nicht das Shopify-Team 😉
          Es mag im Artikel vllt. stellenweise so klingen, als wäre ich gegen Shopify. Das ist allerdings nicht der Fall. Viele richtig große Fische im Dropshipping-Bereich setzen zu 100% auf Shopify.
          Viele Grüße,
          Martin

  2. Servus, sehr guter und hilfreicher Beitrag! Gibt es News zum Versand nach USA?, suche da noch nach der richtigen Information.

  3. Toller Beitrag! Ich habe schon einmal kommentiert, aber es hat anscheinend den Beitrag nicht übernommen 🙁 wollte fragen oben es Neuigkeiten zu dem Versand in die USA gibt, suche hierzu noch nach Infos, wo ist man da steuerpflichtig?

    1. Hallo Lukas! Freut mich, dass dir der Beitrag gefällt! Zum Versand in die USA habe ich derzeit noch keine endgültige Antwort, werde es aber nachreichen, sobald ich hier etwas bekomme. Bitte siehe alles was ich hier schreibe nicht als Empfehlung oder Beratung etwas zu tun oder nicht zu tun. Für eine verbindliche Antwort zu diesem Thema kontaktiere bitte einen Steuerberater.

    2. Wenn du aus einem Drittland in ein anderes Drittland importierst während du in einem EU-Land lebst, Sprich: China in die USA drop shipping machst, zahlst du keine Umsatzsteuer im EU-Land.
      Wenn du aus China in die USA, importierst zahlst du keine Umsatzsteuer in der USA.

      Wenn du von USA in USA drop shippst, dann weiß ich nicht ob du dann verpflichtet bist Steuern an die USA zu zahlen.

      Bitte siehe alles was ich hier schreibe nicht als Empfehlung oder Beratung etwas zu tun oder nicht zu tun. Für eine verbindliche Antwort zu diesem Thema kontaktiere bitte einen Steuerberater.

  4. Vielen Vielen Dank. . . 😀
    ich lerne von deinen Beitrag sehr viel.
    Sehr informativ.

  5. Ich habe lange nach so einem Beitrag gesucht!
    Oft werden nur die Vorteile angehimmelt und gerne als Clickbaits auf Youtube z.B. genutzt.
    Ich bin dir sehr dankbar dafür, und freue mich das es noch „Normale“ Menschen dort draußen gibt.
    Weiter so! 🙂

  6. Hey, Echt informativ doch eine Frage bleibt bei mir offen. Wie ist es mit den Steuern, wenn man einen Hersteller aus der EU habe?
    Kennst du da eventuell welche?

    1. Hallo Max! Wenn du einen Hersteller innerhalb der EU hast, ist es meiner Erfahrung nach steuerlich sehr viel einfacher. Aufpassen muss man nur, wenn du z.B. in Österreich zu Hause bist und einen Großhändler in Deutschland hast und die Ware auch direkt zu deutschen Kunden schicken lässt. Im Klartext: Wenn das Ursprungsland auch das Zielland ist, du selbst aber in einem anderen Land sitzt. Dann müssten die Steuern, in diesem Beispiel, auch in DE abgeführt werden. ACHTUNG: Bitte beachte, dass ich kein Steuerberater bin, das hier keine Steuerberatung ist und ich nur Infos weitergebe, die ich selbst bekommen habe. Lass dir das für deine Projekte unbedingt von einem Steuerberater bestätigen, der dann auch für die Infos haftet. Das Steuerrecht ist tlws. leider sehr kompliziert.
      Bzgl. Großhändlern in der EU: Da gibt es einige, der bekannteste davon ist sicherlich Bigbuy. Viele allerdings, wollen diesen Service aber auch nicht wirklich an die große Glocke hängen. Mein Tipp hier ist: Suche einfach mit verschiedenen Keywords bei Google nach Händlern und gehe die ersten zehn SEITEN durch. Ansonsten kann es auch Sinn machen, bei einem Händler anzufragen, auch wenn dieser nicht explizit davon spricht, Dropshipping anzubieten.

  7. Hi, Danke für deinen Beitrag. Find ihn echt informativ. Hab noch eine Frage. Würdest du empfehlen ein Land speziell zu targetieren um das steuerlich einfach zu machen? Ich plante eigentlich durch einen chinesischen Händler welt weit zu verschicken, dass schein mir aber jetzt sehr riskant und steuerlich komplex. Danke im Vorraus.

    1. Hallo Philipp! USA sieht, zumindest das Steuerthema betreffend, einfacher aus (Wie immer gilt: Für verbindliche Antworten bitte zu einem Steuerberater schauen). Dafür wirst du dort höhere Konkurrenz als zum Beispiel im deutschprachigen Raum haben. Es gibt also überall ein Für und Wider. Viel Erfolg, Martin

    2. Als ich von Dropshipping (ca. vor einem Monat) hörte fand ich das ganze Thema sehr interessant (und finde es immer noch!), habe seitdem schon unzählige Videos und Texte dazu förmlich aufgesaugt.

      Was man ganz schnell merkt ist, wie hier auch beschrieben, es gibt unglaublich viele YouTuber die mit ihren inhaltlich oberflächlichen Videos klicks, shopify affiliate und kursverkäufe generieren wollen.

      Gerade in Deutschland ist es so schwer wie sonst nirgends einen -ordentlichen- OnlineShop zu starten, da es unzählige rechtliche Vorschriften zu beachten gibt, von denen das vollständige Impressum noch eines der einfachsten ist.

      Dazu kommt natürlich, dass wenn man in der gesamten EU oder weltweit verkaufen möchte auch dementsprechend Ust. in den Verkaufsländern entrichten muss. Von daher ist die Idee von China nach USA zu verkaufen schon nicht schlecht, weil beides s.g. Drittländer sind, so zumindest mein Kenntnissstand. Um den Steuerberater wirst du aber genau deshalb nie drumherumkommen.

      Ich finde gut das der Autor hier wirklich versucht den Leuten diese „es ist so einfach“ Blase zu zerstechen und zurück in die Realität holen möchte.

      Dropshipping ist mit Sicherheit keine schlechte Idee, gerade wenn man im eCommerce starten möchte, allerdings ist es wirklich nicht und nie „einfach“.

      Falls übrigens jemand gute Tipps für z.B. ein -gutes- ecommerce Forum hat, ich bin auf der Suche nach guten, netten Leuten mit Erfahrung die sich gerne darüber austauschen. Würde gerne das ein oder andere lernen!

  8. Hallo Martin,

    sehr hilfreicher Beitrag! Wie ist es denn, wenn ich aus China nach bspw. Australien liefern will? Gilt da das gleiche wie in die USA? Sprich: Gilt es für alle Nicht-EU-Länder? Eine weitere Sache, die mich verwirrt, ist dass ich beim Dropshipping in die USA in Deutschland MwSt. zahlen muss. Sonst gilt doch, dass die MwSt. bei Lieferung ins Nicht-EU-Ausland entfällt, oder sehe ich etwas falsch?
    Gruß
    David

    1. Hallo David! Freut mich, dass dir der Artikel gefällt. Ganz schön viele Fragen, bei denen ich dir im Einzelnen leider keine exakten Antworten liefern kann bzw. darf. Wenn du da was konkretes aufbaust, würde ich dir empfehlen, dich an einen Steuerberater zu wenden. Ja, das Thema Mwst. bei nicht-EU Ländern sehe ich genauso! Aber auch hier gilt: Steuerberater holen, um für dich auf der sicheren Seite zu sein.
      Viele Grüße,
      Martin

  9. Danke für die Bücherempfehlung!
    DotComSecrets soll ganz ganz nice sein

    1. Gerne! Dotcom Secrets habe ich auch gerne gelesen!

  10. Hi, danke für Deinen Artikel! Was ich mich frage ist, wenn ich alle Produkte bei chinesischen Händlern kaufe, kann ich diese Ausgaben dann von der Steuern absetzen? Ich meine das ist ja ein großer Teil meiner Ausgaben als Dropshipper und mindern meine Einkünfte erheblich. Aber die Rechnungen/Belege die man bei Ali Express Händler bekommt sind ja meist nur ganz einfach und weisen keine Steuer-ID oder sonst was aus… ?!

  11. Wie sieht’s steuerrechtlich aus wenn ich in Österreich sitze und von einem EU Land in das andere Dropshippe?
    LG

    1. Hallo Oliver, dazu habe ich ja im Artikel selbst was geschrieben und auch in den Kommentaren schon mal was zu AT-DE-DE. Ein Steuerberater ist aber auch hier die erste Wahl für verbindliche Auskünfte.
      LG Martin

  12. Hi Martin,
    cooler Post, viele Infos…straight und klar geschrieben, ohne viel „Schön-Schreiberei!“…Respekt!….
    Ich eigne mir schon seit Wochen viel Wissen über Dropshipping/Shopify/FB Ads/Clickfunnel etc. an…auf eine Frage habe ich allerdings noch keine/keine passende Antwort gefunden!?!
    Die Situation ist Folgende: Ich lebe in D , möchte Dropshipping –nur in die USA!– betreiben,d.h. über z.B.Aliexpress kaufen/bezahlen und direkt aus China an den Kunden in die USA…..(Waren-Einkauf nicht teurer als 5-7$)

    Frage: ****Wie bezahlt man am besten die Waren in China???***
    Bitte ohne Paypal (da Paypal irgendwann Probleme macht/Konto sperrt etc.!!) und eine Kreditkarte besitze ich nicht!
    Ich dachte an eine Prepaid-Kreditkarte,da die „normalen Hausbanken“ zum Teil „unnormale -bis 15 Eur!-Gebühren“ verlangen!?
    Bezüglich Prepaid-Kreditk.habe ich aber auch noch nichts Brauchbares gefunden.Meist sind die Gebühren teurer als der Warenwert!?…Beispiel, Ware 3,5$ , Gebühren 5$…ähh…
    Ist „Payoneer“,“Skrill“o.ä. eine Alternative? Einige erzählen, dass die Käufer auf/bei z.B.Payoneer zahlen können und ich dann das Geld mit einer Payoneer Karte an jedem Bank-Automaten abheben kann, mit geringen Gebühren versteht sich!?

    Ich hoffe, Du hast da einige Tipps für mich…ich komme seit Wochen nicht weiter….

    Vielen Dank für Deine Hilfe im Voraus
    Gruß aus Hannover
    Cenk

  13. Super Artikel. Du hast gemaint man soll es ausprobieren. Muss man beim ausprobieren schon eine Gewerbe anmelden?

    1. Hallo,
      das kommt darauf an, was du unter „ausprobieren“ verstehst. Sobald du mit einer Tätigkeit auf Gewinnabsicht abzielst, musst du ein Gewerbe anmelden.
      Was du aber natürlich ohne ein Gewerbe machen kannst, ist der gesamte Aufbau, Vorbereitungen etc.
      Wenn alles steht, meldest du ein Gewerbe an, kannst deinen Shop freischalten und qausi gleich mit dem Verkauf beginnen, da du vorher schon alles vorbereitet hast.
      Manche starten auch ohne eine Gewerbe in den Verkauf und melden das Gewerbe erst im Nachhinein an. Rein vom rechtlichen Standpunkt aus gesehen kann man das aber natürlich nicht empfehlen.
      Viel Erfolg,
      Martin

  14. Hallo,
    ich hätte da noch eine Frage, du hast oben erklärt das viele denken Shopify sei ein Businessmodell es aber natürlich nicht so ist.
    Das heißt durch Shopify können wir unseren Online Shop einrichten und das war alles, oder ?
    Ich meine, ich könnte jeden beliebigen Anbieter nehmen um mein Online Shop einzurichten oder versteh ich das falsch ?
    Wäre dir sehr dankbar für eine Antwort.

    1. Hallo Lore!
      Genau so ist es!
      Je nach technischem Know-How würde ich entweder Shopify oder WooCommerce nehmen. Bei Shopify werden sich auch Anfänger schnell zurechtfinden, dafür hast du u.U. etwas höhere Kosten.
      Es gibt natürlich noch Shopsysteme wie Magento, Shopware usw. Diese sind allerdings für die meisten Dropshipping-Stores zu überdimensioniert. Shopify oder WooCommerce reicht für unsere Zwecke völlig!
      LG Martin

  15. Hallo Martin!
    gibt es denn das Ecommerce Evolved Buch auch auf deutsch? Oder kannst du mir ein anderes vorschlagen?

    1. Hallo Joanna!
      Leider ist mir bisher kein ähnlich kompaktes und hilfreiches Buch auf Deutsch untergekommen. Ich kann aber soweit etwas beruhigen, dass es in relativ einfachem Englisch gehalten ist!
      LG Martin

  16. Gibt es Problem im Hinblick auf die Datenweitergabe an den Lieferanten (Stichwort DSGVO – ADV Vertrag)=

    1. Hallo, schau mal hier unter Punkt 4, da wird genau auf dieses Thema eingegangen: https://www.it-recht-kanzlei.de/dropshipping.html
      MEINER Ansicht nach gilt das auch mit der DSGVO, ist aber tatsächlich ein Punkt, zu dem ich leider keine definitive Aussage treffen kann!

  17. Hey Martin,
    vorweg: vielen Dank für den wirklich informativen Inhalt!
    Zum Thema Dropshipping und Steuerrecht ist im Netz so gut wie nichts zu finden, deshalb ist dein Beitrag umso wertvoller.

    Ich habe allerdings noch eine entscheidende Frage:
    Muss ich Mwst. (oder anderweitig Steuern) in Deutschland bezahlen, wenn ich allein von einem Drittland(China) Ware in ein anderes Drittland(USA,Canada, Australien etc.) verschicken lasse? Somit wäre auch keine Rechnungsaustellung notwendig.
    Meinen ‚Sitzt‘ als Kleinunternehmer habe ich aber in Deutschland.

    Ich hoffe du hast Erfahrung in der Hinsicht und kannst mir ein paar Tipps geben und Licht ins Dropshipping Steuersystem bringen!

    Liebe Grüße,
    Phil

  18. Danke, hat sehr geholfen!

  19. Hallo Martin, Danke für die Infos, ich habe eine Frage , wenn ich hier in Deutschland was verkauft muss ich steuer bezahlen egal wie viel habe ich verkaufe oder gibt Grenzen , Also ab wie viel Geld muss man steuer bezahlen ?

    1. Hallo Maxi!
      Es gibt durchaus Grenzen, unter denen du Umsatzsteuerbefreit bist und auch keine Einkommenssteuer zahlen musst. Allerdings kenne ich diese nur für Österreich. Wo diese in Deutschland liegen, müsstest du recherchieren.
      LG Martin

  20. Hallo Martin,
    super Artikel, sehr informativ und du hast auch mal ein paar kritische Punkte angesprochen, die von den „YouTube Gurus“ gerne verschwiegen werden. Sehr gut gefällt mir, dass du auf Steuern und rechtliche Dinge eingehst.

    Für mich gibt es noch einen weiteren wichtigen Punkt auf den du bisher noch nicht eingegangen bist, das ist das Produktsicherheitsgesetz (ProdSG). Gerade wenn man über Aliexpress in die EU dropshippt kommt dieses zu tragen. In dem Gesetz (§6 Abs. 1, Punkt 1,2 u. 3) ist vorgeschrieben, dass es eine Kennzeichnungspflicht (Name und Anschrift) des Herrsteller bzw. Inverkehrbringer auf dem Produkt gibt. Ist das Produkt nicht mit den Daten des Inverkehrbringers (Importeur) gekennzeichnet, kann es auch zu einer Abmahnung kommen. Hast du hier eine Idee/Vorschlag wie man das Problem löst? Geht es nur über eine gute Geschäftsbeziehung zu dem China Hersteller, dem man sagt, dass er das Produkt mit dem Namen und Anschrift des Händlers kennzeichnet? Viele Dropshipper nutzen einfach Oberlo (im Fall Shopify) um Produkte in Ihren Shop zu ziehen, ohne jemals mit dem Hersteller geprochen zu haben. Über einen Kommentar vor dir würde ich mich sehr freuen. Ich danke dir schon mal im Voraus.
    LG Stefan

    1. Hallo Stefan,
      danke für deinen Kommentar und den Hinweis mit dem Produktsicherheitsgesetz. Ich bin im Abschnitt „RECHTLICHES ZU DROPSHIPPING“ auf einiges eingegangen, aber natürlich umfasst das ProdSG weit mehr Punkte. Alles aufzuzählen, würde leider den Rahmen sprengen.
      Mit der Kennzeichnungspflicht habe ich mich leider nicht zur Genüge beschäftigt, um dir dafür eine gute Lösung dafür geben zu können. Mit dem Händler sprechen kann man natürlich immer! Generell muss man sich aber vor Augen halten, dass das Ganze Business immer etwas abmahngefährdet bleibt – Was ich aber zumindest sagen kann ist, dass ich keinen einzigen kenne, der wg. der Kennzeichnungspflicht abgemahnt wude. Was natürlich nciht heißt, dass es für immer so bleibt.
      LG Martin

  21. Vielen Dank für die Infos, was ist aber wenn ich meinen Sitz in Deutschland habe und wortwörtlich Weltweit verkaufe? Ich kann doch schlecht in jedem Land eine Steuernummer beantragen und dort dann einzeln die USt abführen? Eine Antwort wäre hilfreich, Gruß Alex

    1. Hallo Alex,
      gerne! Ich kann nur für die EU und die USA sprechen. Bzgl. USA musst du dir aktuell steuerlich keine Sorgen machen, wenn du in DE sitzt und aus China dorthin verschickst. In der EU muss bei dieser Konstellation tatsächlich in jedem EU-Land eine Steuernummer beantragt werden. Zahlt sich deshalb natürlich nur bei entsprechenden Umsätzen aus.
      Aber es spricht ja erstmal nicht viel dagegen, sich nur auf DE zu konzentrieren.
      LG Martin

  22. Hallo gibt es diese Bücher auf deutsch?

    1. Hallo Rado! In der Qualität habe ich diese bisher leider nur auf Englisch gefunden. Ich werde aber mal schauen, ob ich qualitativ passende Alternativen auf Deutsch finde. Zumindest das „Ecommerce Evolved“ ist in relativ einfachem Englisch geschrieben. LG Martin

  23. Also ich würde Dropshipping nur benutzen um Produkte und mein Marketing zu testen, wenn das Produkt und die Strategie aufgehen bestelle ich eine große Menge aus China zu einem kleinen Preise, zahlen meine Einfuhrsteuer und verkaufe kann normal über meinen Shop, habe da zwar selber den Versand aber theoretisch könnte man auch das durch ein Fullfilllment ersetzen.

  24. Hallo Martin,

    danke für diesen Artikel. Es ist bis jetzt der erste dieser Art den ich gefunden habe der wirklich informativ ist. Ich habe eine betriebswirtschaftliche Ausbildung die ich nie ausgeführt habe. Jetzt finde ich das Thema ansprechend. Zum Thema Steuern habe ich über die EU-MehrwertssteuerSystemrichtline gelesen. Wenn ich es richtig verstehe ist das Versteuern davon abhängt was verkauft wird. Digitales = Wohnsitz des Käufers, Bewegliches ist nicht davon betroffen. Laut dem Text gibt es ein einheitliches MOSS system das eine vereinheitlichung der Umsatzsteuererklärung ermöglicht und somit nicht alle Steuern einzeln in den jeweiligen EU Ländern erbracht werden müssen. In wieweit das funktioniert weiß ich natürlich nicht aber ich wollte meinen Fund teilen. Referenz: Seite 70 https://www.wko.at/service/innovation-technologie-digitalisierung/Leitfaden_E-Marketing_E-Commerce.pdf )

  25. Hallo Martin,

    erstmal danke für diesen super Beitrag!

    Past vielleicht nicht ganz zum Beitrag, aber für mich eine kritische Frage: Wie ist denn deine Erfahrung mit der Akzeptanz von langen Lieferzeiten? Bei Aliexpress muss man meist mindestens mit Lieferzeiten von 20-27 Tagen rechnen. Ich kann mir vorstellen, dass dies für die meisten Kunden ein Hindernis ist. Ganz ehrlich – ich würde in einem mir unbekannten Shop mit derart langen Lieferzeiten nicht bestellen 😉

    1. Hallo Chris,
      dieser Punkt wird immer gerne als Gegenargument genommen. Ich kann dir allerdings versichern, dass es in 95% aller Fälle kein Problem darstellt – WENN es sich im Rahmen hält = < 15 Tagen. Du solltest darauf achten, dass nur per ePacket versendet wird oder alternativ mit dem jeweiligen Händler sprechen, um eine schnellere Option zu finden. Wenn die Leute ein Produkt haben möchten, kaufen sie. Da spielt es keine große Rolle, ob es ein kleiner, unbekannter Shop ist. Der Facebook-Algorithmus sucht da schon die passenden Käufer heraus, die auf diese Art des Shoppings anspringen. Natürlich nur in Kombination mit allen Hausaufgaben, die bei einem selbst liegen 😉 LG Martin

  26. Sehr guter Beitrag! Schön gegliedert, alle wichtigen Fragen beantwortet…man sieht, dass Du Ahnung davon hast! 🙂

  27. Hallo Martin,
    Dein Beitrag war interessant und brachte seine Überraschungen mit sich.
    Habe viele Youtube Videos geschaut zum Thema Dropshipping (affiliate) bin aber immer wider an bestimmten Themenbereichen hängen geblieben.
    Suche jetzt erst einmahl nach Menschen die sich in der gleichen Gedanken-himmelsfähre bewegen (Selbstständigkeit finden wollen oder schon haben) weil ich mit meinem bisherigem Umfeld nicht sprechen kann.
    Also meine Frage wie findet man in Hamburg (oder im Großraum) jemanden der mehr über Dropshipping und affiliate weis als ich, mit dem man zu aller erst mahl sprechen und sich austauschen kann.
    Ich danke dir für deinen guten Beitrag und Schonmahl für deine Antwort.
    Liebe Grüße Lenn

    1. Hallo Lenn,
      finden tut man in Hamburg garantiert jemanden. Am ehesten würde ich es in dem Fall über Dropshipping-Gruppen auf Facebook probieren und da einfach mal in die Runde fragen, ob sich jemand dafür findet.
      LG Martin

  28. Hey Martin!

    Sehr informativer Beitrag. Vor allem der Punkt „Produkthaftung“ wird immer wieder von vielen „Anfängern“ unterschätzt. Es wird oft propagiert, dass einfach ALLE Produkte per Dropshipping verkauft werden können… DAS kann am Ende sehr sehr böse Enden…

    Deshalb ist es wichtig, hier mit FAKTEN aufzuklären.

    LG
    Kevin

  29. Hi,

    ich habe eine wichtige Frage bezüglich Rechnung und Zoll.
    Ich lasse ja keine Rehcnung vom China-Händler beifügen, damit der Kunde nicht den China-Preis sieht. Was ist dann aber mit dem Zoll? Einen Warenwert von unter 22 € etc. kann der Zoll ja dann nicht feststellen? Wie macht ihr das?

    1. Hallo Fabian,
      der Warenwert der jeweiligen Sendung steht in der Regel direkt auf der Verpackung drauf.
      LG Martin

      1. Also der Aliexpress-Händler schreibt den Warenwert auf die Verpackung? Aber keine Rechnung dann im Paket? Wird der Kunde dann nicht sauer, wenn er sieht wieviel das Zeug eigentlich kostet?

        1. Genau! In der Regel fällt es nicht auf. Und denen es auffällt, halten es nicht für den Einkaufspreis. Was nicht heißt, dass es nicht vereinzelt vorkommt, aber das hält sich echt in Grenzen.

          1. Super danke für deine Hilfe 😀
            Eine ganz kleine Frage noch: Wenn mal der Warenwert 22 € überschreitet. Kann ich dann einfach 2 Pakete losschicken lassen, um unter die 22 € zu kommen?

  30. Die 22€ gelten pro „Paket“, also ja!

  31. Super hilfreicher Artikel, vielen Dank für deine Mühe!

    Eine Frage hab ich dazu noch zum Thema Zoll: du schreibst bei den 22€ Warenwert „Es zählt übrigens dein Einkaufspreis in China, nicht der Verkaufspreis.“

    Das heißt, wenn ich für das Produkt inklusive Versand zB. 10€ bezahle und das Produkt für 30€ zzgl. Versand in meinem Onlineshop an den Kunden verkaufe, dann ist das trotzdem zollfrei? (Ich habe ja weniger als 22€ gezahlt, der Kunde aber mehr)

    Besten Dank!

    1. Hallo Markus,
      ja, das ist richtig so!
      LG Martin

  32. Hi, ich habe eine Frage bezüglich Rücksendungen. Die Gebühren das Zeug wieder nach China zu schicken sind ja unglaublich hoch. Wie soll man also den Umtausch sinnvoll gestalten?

    Ich habe mal gelesen der Kunde muss für die Sendung zahlen, wenn er etwas umtauschen möchte. Ist dies richtig? Das könnte verärgerte Kunden geben.

    1. Hallo Ferdi,
      die Artikel werden natürlich nicht nach China zurückgesendet, das wäre unwirtschaftlich. Da es sich in der Regel um relativ günstige Artikel handelt, darf der Kunde das Produkt behalten und bekommt je nach Wunsch einen kostenlosen Ersatz zugesandt oder das Geld zurück.
      LG Martin

  33. Hallo Martin,
    ich hätte da noch ein paar Fragen bezüglich Rechtlichemund Gewerbe anmelden. Ich bin noch Minderjährig (14) und ich beschäftige mich schon seit einem halben Jahr Intensiv mit dem Thema Dropshipping, und bin aber noch nie wirklich mit dem Rechtlichen und Gewerbe weiter gekommen. Deshalb wollte ich dich mal fragen: Welche Steuern genau ich zahlen muss? Kostet es etwas ein Gewerbe anzumelden und in welche Richtung würde das Gewerbe beim Thema Dropshipping gehen.
    Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen
    LG Norman

    1. Hallo Norman,
      find ich gut, dass du dich schon in so jungem Alter für solche Dinge interessierst!
      Bzgl. Steuern: Das ist immer ein komplexes Thema, deshalb möchte ich dir hier nichts aufzählen, wo dann am Ende die Hälfte fehlt und es dir deshalb auch nichts bringt. Da man für ein Gewerbe in der Regel volljährig sein muss, hast du ja noch ein paar Jahre bis dahin. Event. haben sich dann auch die steuerlichen Aspekte bisschen geändert.
      Bzgl. Gewerbe: In Österreich wäre es das Gewerbe „Handel“. Die Anmeldung kostet in der Regel entweder nichts oder ein paar wenige Euro. Was aber eventuell anfallen kann, sind jährliche Gebühren je nach Branche. In Österreich zahlt man beispielsweise einen Beitrag von ca. 200 € jährlich. Kann aber sein, das es in Deutschland etwas anders ist.
      Was auf jeden Fall dazu kommt, Unfall/Krankenversicherung. Das sind in AT mind. 185 € monatlich. Ich meine aber gelesen zu haben, dass es in DE niedriger ist.
      Viel Erfolg,
      Martin

  34. Hallo Martin,
    vielen Dank für diese tolle Seite und den vielen Informationen die du mit uns teilst. Ich habe vor vielen Jahren schon Dropshipping betrieben als es noch fast keiner kannte. Es waren Sportartikel von deutschen Lieferanten an in Deutschland lebende Kunden. Das ganze hatte ich damals über Ebay betrieben und dort nur die Einsellgebühr und Verkaufsprovision bezahlt. Ich verlor das Interesse, da die Händler von denen ich die ware per Dropship angeboten bekam keine vernünftigen CSV Listen hatten und auch keine direkte Schnittstellenanbindung.
    Nun möchte ich seit fast 2 Jahren wieder einsteigen mit dem Verkauf über Aliexpress, Oberlo etc ausschließlich in die USA. Doch dazu fand ich kaum Hinweise bis Heute und hier.
    Wenn ich alles aufmerksam gelesen habe dann kann ich also via E-Commerce Produkte von China in meinen Shop übertragen und via Facebook oder Instagram anbieten was natürlich dann auch kostet.
    Wenn ich es richtig verstanden habe fallen in den USA Einfuhrgebühren erst über $ USD 800 an. Umsatzsteuer braucht man bisher keine bezhalen. Die Gewinne die erwirtschaftet werden teile ich dem hier ansäßigen Steuerberater mit. Meine Webseite braucht eigentlich kein Impressum da ausschließlich in die USA verkauft wird, jedoch wir es empfohlen, wenn man nicht den Rechtsanwaltshaien zum Opfer ausgeliefert sein will. Wenn ich im Jahr unter 17.900 € erwirtschafte reicht auch ein Kleingewerbe aus. Habe ich soweit alles richtig verstanden?
    Dann würde ich direkt meine alte Webseite wieder aktivieren und starten.

    1. Hallo Hermann,

      gerne! 🙂

      Du weißt, keine Rechtsberatung, aber ja, grundsätzlich kann ich das so bestätigen!

      Bzgl. Impressum: Wenn du nur in die USA verkaufst, würde ich es weglassen!

      Bzgl. dem Kleingewerbe: Wie hoch die Grenze in DE exakt ist, weiß ich nicht. Die 17k kommen mir allerdings vertraut vor. Hier am besten aber nochmal exakt nachrecherchieren.

      Beste Grüße,
      Martin

  35. Hallo Hermann,

    was soll denn ein Kleingewerbe sein?
    In der Umsatzsteuer gibt es den Kleinunternehmer in § 19 UStG. Hier gibt es eine Grenze von 17.5k steuerbaren Umsätzen. Wenn deine Kunden in den USA sind, sollte das allerdings keine Rolle spielen, da du nicht steuerbare Umsätze erzielst.
    Bei der Einkommensteuer gab es früher die Regel, dass bis 17.5k Betriebseinnahmen keine Anlage EÜR bei der Steuererklärung einzureichen war. Das ist sei dem Veranlagungszeitraum 2017 nicht mehr so.

    Wie Martin richtig schreibt, empfiehlt es sich einen Rechtsanwalt und einen Steuerberater zu konsultieren.

    Viele Grüße
    Felix

  36. Hallo Martin, cool, dass dieser Artikel selbst nach Jahren noch so viel Interesse hervorruft! Ich beschäftige mich erst seit kurzem mit dem Thema und mich halten v.a. die Sozialabgaben in Ö sehr ab, da weitere Schritte zu machen. Bevor ich zur Wirtschaftskammer gehe wollte ich daher hier nachfragen: Wenn ich neben dem Unternehmertum noch weiter Vollzeit angestellt bin und sämtliche Abgaben in voller Höhe leiste, muss ich dann trotzdem die Sozialversicherung bezahlen? Bzw. anders gefragt: gibt es eine Untergrenze beim Gewinn, wo man quasi steuer- und abgabenfrei bleibt? Ich hab zum Spaß in einem online Rechner 1000€ Gewinn fürs Jahr eingegeben und bekam das Ergebnis, dass über 2000€ Versicherung fällig wären. Das kann doch nur ein Scherz sein, oder?

    Und noch ein anderes Thema: Wie sieht das ganze denn bei Verkaufsplattformen wie zB etsy aus? Kümmern die sich um den Steuerkram? Schließlich wickelt man ja über sie die Zahlung ab.

    Danke schon mal für deine Hilfe!

    1. Hi Barbara!
      Da könnte ich mal nen separaten Beitrag zur Gründung in AT machen.
      Wenn du Vollzeit angestellt und voll versichert bist, kommen nicht viele Sozialabgaben auf dich zu: Im Endeffekt nur die Unfallversicherung bei der SVA, das sind irgendwas zwischen 10 und 20€ pro Monat. Man spart sich aber die Krankenversicherung.
      Die 2.000€ Versicherung sind realistisch, wenn du in Vollzeit selbstständig bist. Dann beträgt der Mindestbetrag bei der SVA ca. 185€/Monat und geht dann je nach Umsatz noch rauf.
      Um Steuern muss man sich immer selbst kümmern, das nimmt einem leider keine Plattform ab…
      Viel Erfolg,
      LG Martin

  37. Hey,

    Ich habe eine kurze Frage zu der Produktkennzeichnungspflicht in DE.
    Wenn wir waren aus China importieren sind wir ja der Quasi-Hersteller. Somit müssen wir ja die Produkte Kennzeichnen – mit Anschrift, Produktname etc. Wie soll das machbar sein, wenn der Hersteller aus China das Produkt direkt zum Kunden sendet und das ohne Rechnung. Mal davon abgesehen dass eigentlich die Kennzeichnung auf dem Produkt stattfinden sollte. Ist keine Rechnung dabei, jedoch das Produkt gekennzeichnet ist ja trotzdem der Name der Chinesischen Herstellers und nicht meiner als Importeur drauf. Wenn das Produkt nun gar nicht gekennzeichnet ist bspw. Schmuck und auch keine Rechnung dabei ist es ja noch schlimmer… Steh ich da etwas auf dem Schlauch oder welchen Lösungsweg kann man da am besten gehen?

    Vorab herzlichen Dank für die Antwort. LG

  38. Hallo Martin,

    super Artikel! Ein Frage hätte ich zur Nische die dein Bekannter gefunden hat. Wie ist er auf das Produkt gekommen? Eingebung, Zufall oder Recherche?

    1. Hallo Daniel!
      Danke!
      Es war Recherche mit ein paar selbst festgelegten Vorgaben.
      Ich überlege, ob ich mit ihm vielleicht mal ein Interview mache, wo man auf solche Fragen näher eingehen kann.
      LG Martin

  39. Hallo Martin,
    danke für den ausführlichen Artikel, hat mir sehr weiter geholfen!
    Meine Frage ist jetzt noch wie viele Ausgaben man für Shopify Apps planen sollte.
    Soweit ich mich bisher informiert habe, laufen ja über solche, zum Beispielt die Mails mit der Rechnung,
    weil diese nicht physisch im Paket ist. Kannst du dafür eine kostenfreie App empfehlen, oder sollte
    man für derartige Dinge auch kosten einplanen?

    Liebe Grüße und Danke schonmal für deine Hilfe!
    Matthis

    1. Hallo Matthias,
      wir sind relativ schnell auf WooCommerce umgestiegen. Kann dir daher bzgl. Shopify-Apps leider nicht allzu viel Auskunft geben.
      Viel Erfolg,
      LG Martin

  40. Hallo Martin

    Kann man Waren aus China nach Kanada sowie Mexiko auch wie die Usa steuerfrei liefern?
    Gruss
    Theo

    1. Hallo Theo,
      puh, gute Frage! Das müsste ich selbst erst nachsehen, ob da die gleichen Regeln gelten.
      LG Martin

  41. Hallo Martin,
    danke für deine Info. Waren für mich sehr wichtig.
    Ich wollte fragen, ob man nur von Aliexpress oder aus Chinabrands etwas importieren will, kann er etwas verdienen, oder machts du oder dein Bekanter dropshipping nur innerhalb Deutschland? Lohnt es sich mit billige Artikeln anzufangen. Z.B. Damentaschen?
    Danke für deine Hilfe!
    Liebe Grüße,
    Julian

    1. Hallo Julian,
      meine Erfahrung ist, dass Dropshipping mit einem Händler innerhalb Mitteleuropa nur schwer profitabel zu bekommen ist – die Marge ist in den meisten Fällen schlicht zu gering, als dass sich kalkulatorisch mit Ads etc. ausgeht.
      Bzgl. Artikeln würde ich dir zu etwas raten, wo möglichst geringer Aufwand zu erwarten ist. Ein Produkt, bei dem 1. wenig kaputtgehen kann und mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht oft zurückgeschickt werden wird.
      LG Martin

      1. Danke nochmal für deine ehrliche Antwort und für deine Zeit. Der beste Artikel, den ich im Internet gelesen habe.
        Alles gute und LG,
        Julian

  42. Hi Martin,

    vielen Dank für deinen sehr hilfreichen Beitrag!

    Ich habe mich in der letzten Zeit sehr mit E-Commerce beschäftigt und bin gerade dabei meinen Store aufzubauen. Drumherum sind aber noch sehr viele Sachen zu beachten, die du hier sehr gut untermauerst, welches ich super finde und mich ein ehrliches Wesen in dir erkennen lässt. Danke dafür, denn es hat mir die Augen zu ein Paar punkten, die ich bis jetzt unbeachtet ließ, geöffnet.

    Keep up the good work buddy!

    (Ps. die Zeile weiter oben, indem du über die Haftung einer GmbH sprichst, ist glaube ich nicht korrekt. GmbH heißt ja Gesellschaft mit beschränkter Haftung, was ja heißt, dass diese nur mit Ihrer Kapitaleinlage haftet. Anders wäre es ja mit einer oHG. Nur so am Rande, wollte jetzt keinen Klugscheißer spielen oder so, evtl. möchtest du das korrigieren. Und falls das jemand schon erwähnt hatte, dann tut es mir leid habe mir jetzt nicht alle Comments durchgelesen :D.)

    Dir alles Gute und viele Grüße
    Ryan

    1. Hallo Ryan,
      danke für deinen Kommentar 🙂
      Hm… im Artikel spreche ich eigentlich nur über die persönliche Haftung. Das was du bzgl. der GmbH ansprichst, konnte ich nicht finden. Magst du mir die genau Stelle vielleicht nochmal schicken?
      Danke & LG,
      Martin

      1. Hi Martin,

        entschuldige!!! Habe mich da total verlesen :“Wenn ihr KEINE GmbH habt, seid ihr auch persönlich in der Haftung. Das heißt, ihr haftet mit eurem Privatvermögen und wenn da nichts zu holen ist, dann mit eurem Fernseher etc. Streng genommen schützt aber auch eine GmbH nicht vor grober Fahrlässigkeit.“

        Du hast nichts falsches geschrieben alles gut! Asche über mein Haupt!

        Viele Grüße
        Ryan

        1. Kein Ding 🙂
          LG Martin

  43. Hallo Martin,

    wie ist das mit dem kalk. Schlupfloch bis 26,30 Euro gemeint? Kann man das einfach so machen oder muss man bestimmte Dinge dafür tun?

    1. Hallo Ralf,
      auch wenn ich mich bemühe, alles aktuell zu halten, empfehle ich grundsätzlich immer auch eigene Recherchen zu den ganzen Dropshipping-Themen anzustellen, da sich immer wieder etwas ändern kann.
      Meines Wissens auch sind die € 26,30 noch aktuell. Das bedeutet, dass bis zu dieser Summe (dein EINKAUFSPREIS in China) keine Einfuhrumsatzsteuer anfällt.
      LG Martin

  44. Danke für die rasche Antwort!

    Ja, meine Frage bezog sich eher auf die Aussage „kalkulatorisches Schlupfloch“. Was ich sagen will ist ob man sozusagen irgendwelche „Tricks“ anwenden muss oder ob es jetzt völlig unbedenklich ist einfach für sagen wir 26,00 Euro EK bei Ali zu bestellen oder ob ich das dann irgendwie speziell ausweisen muss. Ich hoffe meine Frage ist so einigermaßen verständlich.

    Schönes WE

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